1. Sport
  2. Fußball
  3. International
  4. Spanien

„Corona-Rebell“ sorgt im spanischen Fußball für Aufsehen

„Corona-Rebell“ sorgt für Aufsehen : „Ich denke vorerst nicht daran, wieder Fußball zu spielen“

Rafael Giménez wird zum „Corona-Rebell“ in Spanien. Er habe „riesige Angst“ vor einer Infektion mit dem Corona-Virus und hat sich geweigert, wieder in den Trainingsbetrieb einzusteigen.

Der 26 Jahre alte Fußball-Profi von Zweitliga-Tabellenführer FC Cádiz hat sich aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus geweigert, die Arbeit auf dem Trainingsgelände des Vereins wiederaufzunehmen. „Ich denke vorerst nicht daran, wieder Fußball zu spielen. Und ich werde natürlich auch auf mein Gehalt verzichten“, sagte der 26 Jahre alte Fußballer am späten Donnerstagabend in Interviews mit verschiedenen TV- und Radio-Sendern. Er habe „riesige Angst“.

Er sei ein Mann „von Prinzipien“, betonte Giménez. „Für mich haben meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Töchter Vorrang.“ Er werde erst dann wieder Fußball spielen, wenn es einen Impfstoff oder ein Medikament für Covid-19 gebe. „Und wenn man mich deshalb im Fußball nicht haben will, dann arbeite ich halt in der Kneipe meiner Familie“, sagte er.

Die Renommierzeitung „El País“ zeigte Verständnis: „Hoffen wir, dass der Fußball-Neustart gut verläuft. Wenn nicht, wird nur der Cádiz-Profi zu 100 Prozent ein ruhiges Gewissen haben können.“ Die Spieler von Cádiz und aller Teams der ersten und zweiten Liga waren diese Woche zum ersten Mal nach knapp zwei Monaten in die Trainingszentren ihrer jeweiligen Clubs gekommen. Nach den Plänen von La Liga soll der Neustart der Saison zwischen dem 14. und dem 28. Juni erfolgen. Seit dem 12. März ist der Spielbetrieb unterbrochen. Mit gut 26 000 Toten und 220 000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder der Welt.

(eh/dpa)