1. Sport
  2. Fußball
  3. International

Paris St. Germain: Thomas Tuchel von Neymar und Kylian Mbappe genervt

Ärger bei PSG : Tuchel von Neymar und Kylian Mbappe genervt

Thomas Tuchel gewinnt mit Paris St. Germain 5:0 gegen den HSC Montpellier – und trotzdem gibt es Ärger. Der 46-Jährige legt sich mit seinen Superstars Kylian Mbappe und Neymar an.

Mit Kylian Mbappe hatte Thomas Tuchel buchstäblich alle Hände voll zu tun. Als der Trainer von Paris St. Germain den Weltmeister beim 5:0 (3:0) gegen den HSC Montpellier in der 68. Minute auswechselte, musste er den trotzigen Superstar für ein Tete-a-Tete festhalten, damit der 21-Jährige nicht wortlos schmollend Richtung Bank vorbei stapfen konnte.

"Ich bin nicht sauer, aber es macht mich traurig, denn so etwas ist nicht nötig", gab Tuchel nachher zu Protokoll. Er habe Mbappe, der kurz zuvor das zwischenzeitliche 4:0 erzielt hatte (57.), an der Seitenlinie die Auswechslung erklärt, damit sei das Thema für ihn erledigt: "Ich treffe Entscheidungen aus sportlichen Gründen. Das hier ist Fußball, kein Tennis, und du musst jeden respektieren." Doch alles Beschwichtigen half nichts, Mbappes beleidigte Miene sprach Bände.

Tuchel war erfolglos bemüht, die folgenden Schlagzeilen einzufangen ("Wir sind nicht der einzige Verein, bei dem solche Dinge passieren"). Dabei könnte es beim französischen Meister und Champions-League-Achtelfinalgegner von Borussia Dortmund doch eigentlich recht gemütlich zugehen: Der Vorsprung des Spitzenreiters in der Ligue 1 nach 22 Spieltagen ist komfortabel. Doch seine Superstars bereiten Tuchel Kopfschmerzen.

Denn da ist ja auch noch Neymar. Der Brasilianer fiel am Samstag im Prinzenpark unter anderem mit neonpink gefärbten Haaren, dem Assist zum Mbappe-Tor und einem verbalen Scharmützel mit dem Vierten Offiziellen auf. Was den perfektionistischen Fußballlehrer Tuchel aber wurmt: Am Sonntag feiert der Torjäger vorzeitig seinen 28. Geburtstag (5. Februar) in einem Pariser Nachtclub. Zwar weniger pompös als in den Vorjahren, aber eben nur zwei Tage vor dem nächsten Ligaspiel beim FC Nantes.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Oha! Ziemlich dicke Luft zwischen Mbappe und Tuchel. <a href="https://t.co/4MergeSTST">pic.twitter.com/4MergeSTST</a></p>&mdash; DAZN DE (@DAZN_DE) <a href="https://twitter.com/DAZN_DE/status/1223695296183570434?ref_src=twsrc%5Etfw">February 1, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
Dieses Element enthält Daten von Twitter. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

"Es ist eine Ablenkung, das ist klar", sagte Tuchel über den Angreifer, der nach sieben Ligue-1-Spielen erstmals wieder ohne Torerfolg geblieben war: "Das macht den Eindruck, wir wären nicht seriös, nicht professionell."

Der frühere Dortmunder und Mainzer Trainer sieht sich wegen solcher Turbulenzen in der Zwickmühle: "Ich will meine Spieler immer schützen, und wenn es schwierige Dinge gibt, über die man sprechen muss, mache ich das lieber intern." So leicht lassen seine Diven den Coach aber nicht davonkommen.

(sid/old)