Marokkos Fußballverband fordert Wiederholung des afrikanischen Champions-League-Finales

Defekter Videobeweis : Marokkos Fußballverband fordert Wiederholung des afrikanischen Champions-League-Finales

Nach dem skandalumwitterten Spielabbruch im Finale der afrikanischen Champions League hat der Marokkanische Fußballverband eine Wiederholung des Spiels gefordert. Für Dienstag ist eine Sondersitzung anberaumt.

Bei einer Sondersitzung des Afrikanischen Fußballverbandes (Caf) am Dienstag werde der Verband offiziell einen entsprechenden Antrag stellen, berichtete der staatliche marokkanische Fernsehsender Arryadia mit Verweis auf einen Verbandsoffiziellen am Montag. Das Finalrückspiel zwischen Wydad Casablanca aus Marokko und Esperance Tunis aus Tunesien war am Freitag beim Stand von 1:0 abgebrochen und die Mannschaft aus Tunesien zum Sieger erklärt worden.

In der 59. Spielminute hatte Schiedsrichter Bakary Gassama aus Gambia den 1:1-Ausgleichstreffer der Mannschaft aus Casablanca wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Casablanca wollte die Entscheidung per Videobeweis überprüfen lassen. Doch wegen eines technischen Defekts konnte der Videoschiedsrichter nicht aktiv werden. Daraufhin weigerte sich Wydad, die Partie fortzusetzen.

Die für den Videobeweis verantwortliche Firma Hawk-Eye, deren Technik auch in der Bundesliga und bei der Fifa zum Einsatz kommt, wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall äußern. Für Dienstag hat der Präsident des Afrikanischen Fußballverbandes, Ahmad Ahmad, eine Sondersitzung des Exekutivkomitees zu den Vorfällen einberufen.

(ako/dpa)
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