Lionel Messi und Cristiano Ronaldo laufen wieder für ihr Land auf

Die Superstars sind zurück : Messi und Ronaldo laufen wieder für ihr Land auf

Die Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo kehren zum ersten Mal seit der WM-Endrunde in ihre Fußball-Nationalmannschaften zurück.

Wenn es nach David Beckham geht, spielen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi in nicht allzu ferner Zukunft bei seinem neuen Klub Inter Miami zusammen. Die jüngsten Berichte von US-Medien über die Pläne Beckhams dürften die fünfmaligen Weltfußballer derzeit allerdings nur am Rande interessieren. Schließlich fiebern die Fans zweier Fußball-Nationen der Rückkehr ihrer Idole in die Nationalmannschaft entgegen.

Seit der WM-Endrunde im vergangenen Jahr in Russland war weder Ronaldo für Europameister Portugal noch Messi für den zweimaligen Weltmeister Argentinien im Einsatz. Am Freitag endet diese Abstinenz. Portugal trifft in Lissabon zum Auftakt der EM-Qualifikation auf die Ukraine. Argentinien testet in Madrid gegen Venezuela.

Wie glücklich die Südamerikaner über die Rückkehr ihres Spielmachers sind, erfuhr Messi via Instagram. Kurz nachdem der 31-Jährige ein Foto von sich im neuen Nationalmannschafts-Trikot gepostet hatte, erntete er bereits über fünf Millionen Likes dafür. Dass Messi in den Partien für sein Heimatland bisher nie an seine Leistungen im Trikot des FC Barcelona herangekommen ist und mit Ausnahme des Olympiasiegs 2008 nach wie vor auf einen Titel mit der Albiceleste wartet, interessiert sein Landsleute offenbar nicht.

Dabei war sich der argentinische Verband AFA offenbar selbst nicht sicher, ob Messi nach seiner zweiten Auszeit überhaupt in die Seleccion zurückkehren wird. Im offiziellen Video zur Trikot-Präsentation fehlte der Superstar, der nach der Copa America 2016 zwischenzeitlich zurückgetreten war.

Sogar Nationalmannschafts-Direktor Cesar Luis Menotti weiß noch nicht genau, ob er die Rückkehr Messis gut oder schlecht finden soll. "Es bereitet mir Sorgen, wenn ich daran denke, dass er spielen wird. Ich erkenne bei ihm eine emotionale Erschöpfung. Er wirkt müde", sagte Menotti: "Aber wenn er Lust darauf hat, für Argentinien zu spielen, umso besser. Er hat immer noch ein Kunststück drauf, das uns überrascht."

Seit dem Achtelfinal-Aus bei der WM gegen den späteren Titelträger Frankreich haben die Argentinier nur eines ihrer sechs Länderspiele verloren. Im aktuellen Kader von Trainer Lionel Scaloni stehen noch neun WM-Teilnehmer. "Die Weltmeisterschaft war für alle eine große Enttäuschung, besonders für ihn. Er möchte es noch einmal versuchen, er ist willkommen", sagte Scaloni über Messi, der angeblich seit Wochen unter Schambein-Problemen leidet.

Auch Nicolas Tagliafico, der Messi zuletzt als Kapitän vertreten hatte, begrüßte die Rückkehr des alles überstrahlenden Stars. "Wenn man ihn sieht, merkt man, welche Lust er hat, mit der Seleccion zu gewinnen", äußerte der Profi von Ajax Amsterdam: "Wir müssen das Bestmögliche für ihn und für uns machen."

Das Bestmögliche für Portugal ist nach Ansicht von Trainer Fernando Santos das Comeback Ronaldos, für den ebenfalls im WM-Achtelfinale (gegen Uruguay) Endstation war. Im Gegensatz zu den Spekulationen um Messi zweifelte niemand ernsthaft an der Rückkehr des 34-Jährigen, der in bislang 154 Länderspielen 85 Tore erzielt hat. Laut Santos sollte sein Schützling durch die Auszeit nur den "Anpassungsprozess" an seinen neuen Verein Juventus Turin bewältigen.

(sef/sid)
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