Päckchen mit Projektilen an italienische Schiedsrichter geschickt

Zunehmende Gewalt im Fußball: Päckchen mit Projektilen an italienische Schiedsrichter geschickt

Der italienische Schiedsrichterverband ist mit Päckchen voller Projektile bedroht worden und hat angesichts zunehmender Gewalt im Fußball einen Notruf abgesetzt. Ein Journalist hätte dazu aufgerufen, "auf Schiedsrichter zu schießen".

Sowohl gegen ihn als auch gegen den Vizepräsidenten und den Verantwortlichen für die Schiedsrichterauswahl sei die Bedrohung gerichtet gewesen, sagte der Präsident der Vereinigung AIA, Marcello Nicchi, am Donnerstag.

Ein Journalist hätte zudem dazu aufgerufen, "auf Schiedsrichter zu schießen". Das Innenministerium und die Ermittlungsbehörden seien informiert worden. Die Gewalt sei "nicht zu unterschätzen", sagte Nicchi. In diesem Jahr seien 300 Schiedsrichter Gewalt ausgesetzt gewesen, 100 hätten gar wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Für Ärger hatte zuletzt in der Serie A auch der Einsatz des Videobeweises VAR gesorgt. Letzten Monat hatten Fans des Erstligisten Lazio Rom vor dem italienischen Fußballverband gegen den VAR protestiert.

(dpa)