Juventus Turin: Gianluigi Buffon absolviert Medizintest

Torhüter-Legende : Hier reist Buffon zu seinem Medizincheck bei Juve an

Lange hat es Gianluigi Buffon ohne Juventus Turin nicht ausgehalten. Die Legende kehrt zurück in die Heimat. Italiens Rekordmeister macht ein Jahr nach Ronaldo wieder Transfer-Schlagzeilen. Doch die Nummer eins im Tor wird Buffon wohl nicht. Dafür bekommt er andere Aufgaben.

Die Rückkehr von Torhüter-Legende Gianluigi Buffon zu Italiens Rekordmeister Juventus ist so gut wie perfekt. Am Donnerstag absolvierte der Keeper den Medizincheck in Turin. Vorher und nachher umringten ihn die Fans. Der 41-Jährige gab bereitwillig Autogramme und stand für Selfies zur Verfügung. Nach dem spektakulären Transfer von Superstar Cristiano Ronaldo im vergangenen Jahr beherrscht Juve damit erneut die Schlagzeilen im italienischen Transfersommer.

Seit vergangener Woche zeichnet sich die Rückkehr von Buffon nach Turin ab. Dort war er von 2001 bis 2018 aktiv und war anschließend zum französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain unter Trainer Thomas Tuchel gewechselt. Im Mai 2018 hatte er sich eigentlich von Juventus verabschiedet - gewohnt emotional. Denn für viele sind Buffon und Juve untrennbar miteinander verbunden. Damals forderten Fans seine sofortige Heiligsprechung - jetzt haben sie ihn wieder.

In roter Hose, weißem Hemd, Sonnenbrille und mit einem breiten Lachen im Gesicht betrat Buffon jetzt das Medizincenter. „Ratet mal, wer am (Medizincenter) angekommen ist?“, schrieb der Verein zuvor geheimniskrämerisch auf Twitter. Anschließend postete Juventus ein Video des 41-Jährigen während der Untersuchung. Buffon hielt immer wieder beide Daumen hoch ins Bild.

Medienberichten zufolge soll Buffon nun einen Vertrag für ein Jahr unterschreiben und eine Art „moralische Führungsfigur“ und nicht mehr die Nummer Eins im Tor sein. Der Verdienst: 1,5 Millionen Euro, wie die „Gazzetta dello Sport“ schreibt. Anschließend soll auf Buffon eine Führungsrolle in dem Verein warten.

Buffon war 2006 mit Italien Weltmeister geworden und ist mit 176 Einsätzen Rekordnationalspieler der Squadra Azzurra. Der Altmeister gilt nach wie vor als einer der besten Torhüter der Welt.

Zu wünschen ist ihm, dass am Ende seiner Karriere nicht ein ähnliches Debakel wie bei Roma-Kultfigur Francesco Totti steht. Der 42-Jährige war nach seiner Profi-Karriere im Management des Clubs geblieben. Im Juni kam es dann zum bitteren Abschied vom AS Rom. Totti begründete seinen Weggang mit Problemen innerhalb des Vereins und sprach von einer schwierigen Entscheidung. Seine Ideen seien nicht berücksichtigt worden.

(sef/dpa)
Mehr von RP ONLINE