Rom-Trainer richtig sauer Mourinho fühlt sich von eigenem Spieler verraten

Rom · José Mourinho war nach dem 1:1 seiner AS Rom bei Sassuolo Calcio mächtig sauer. Der Trainer sah die Schuld bei einem „Verräter“ in den eigenen Reihen. Dieser soll den Klub im Winter verlassen.

Jose Mourinho – Trainer, Titelsammler, "The Special One"
33 Bilder

Das ist Jose Mourinho

33 Bilder
Foto: AP/Lisi Niesner

Startrainer Jose Mourinho sieht sich nach einem TV-Interview mit Mobbing-Vorwürfen konfrontiert. Seine Mannschaft sei „von einem Spieler verraten“ worden, hatte der Coach der AS Rom nach dem 1:1 bei Sassuolo Calcio am Mittwoch gesagt und angefügt: „Heute standen für uns 16 Spieler auf dem Platz, mir hat die Einstellung von 15 davon gefallen.“

Der von Mourinho angesprochene Spieler dürfe den Verein nun verlassen. „Ich sage euch nicht wer, aber ich habe ihm gesagt, er soll sich im Januar einen neuen Verein suchen“, sagte Mourinho: „Ich gehe fast nie in die Umkleidekabine, aber heute bin ich hereingegangen, um es allen zu sagen. Ich habe mit ihm gesprochen und ihm befohlen, den Verein zu verlassen – am besten im Januar.“

Laut italienischen Medien meinte Mourinho den niederländischen Verteidiger Rick Karsdorp, der nach einer langen Verletzungspause wegen seiner mäßigen Leistungen negativ aufgefallen war.

„Ich bin von Mourinhos Aussagen überrascht, ich will eine Erklärung“, sagte Karsdorps Manager Johan Henkes. „Wir sind auch erstaunt, dass alle auf Rick zeigen, ohne dass Mourinho oder AS Rom seinen Namen erwähnen. Wir wollen vom Verein eine Erklärung für die Worte des Trainers und die Art und Weise, wie er es getan hat“, sagte Henkes.

Kritik kam auch von Roms ehemaligem Sportdirektor Walter Sabatini. „Der Vorfall ist für mich extrem gravierend. Mourinho attackiert einen Spieler, der jetzt Rom verlassen muss“, sagte Sabatini.

(sid/old)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort