Brescia-Präsident wegen Rassismus-Witz zu Mario Balotelli in der Kritik

Rassismus-Eklat : Brescia-Präsident wegen Witz zu Balotelli in der Kritik

Mario Balotelli war in der Vergangenheit immer wieder Opfer rassistischer Anfeindungen. Nun hat der Präsident seines Vereins für einen Eklat gesorgt.

Massimo Cellino, Präsident des italienischen Fußball-Erstligisten Brescia Calcio, ist mit einem rassistischen Scherz zu Mario Balotelli in die Kritik geraten. "Balotelli ist schwarz, und er arbeitet daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Aber er hat einige Schwierigkeiten dabei", sagte Cellino sinngemäß am Montag bei einer Liga-Versammlung der Serie A in Mailand.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I&#39;m actually speechless. Brescia president Massimo Cellino asked what&#39;s wrong with Mario Balotelli: “What can I tell you? He&#39;s black and he is working on clearing himself”<a href="https://t.co/Krw7VxxRFr">pic.twitter.com/Krw7VxxRFr</a></p>&mdash; Andrew Cesare (@AndrewCesare) <a href="https://twitter.com/AndrewCesare/status/1198962223479246848?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2019</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Cellino verwendete in seinem Wortspiel die italienischen Wörter "nero" ("schwarz") und "schiarirsi" ("sich klären"). Italienische Politiker vom linken Flügel warfen Cellino Rassismus vor, der Klub widersprach in einem Statement vehement. Die Aussagen Cellinos waren demnach "offensichtlich ein Witz und wurden "offensichtlich falsch interpretiert". Cellino hätte damit auf das übertriebene Medieninteresse zu Balotelli aufmerksam machen und ihn damit in Schutz nehmen wollen.

Balotelli war aufgrund eines Streits mit Trainer Fabio Grosso nicht in den Kader des Tabellenletzten für das Auswärtsspiel bei der AS Rom (0:3) berufen worden. Cellino beschwerte sich, dass der 29 Jahre alte Stürmer mehr Zeit in den sozialen Medien als mit Training verbringe. "Ich habe Balotelli unter Vertrag genommen, weil er dem Fußball noch viel geben kann", sagte Cellino: "Doch derzeit ist er noch weit von seiner Topform entfernt."

Balotelli war zuletzt immer wieder Opfer rassistischer Anfeindungen in italienischen Stadien gewesen. Balotelli war im Sommer in seine Heimatstadt Brescia gewechselt.

(eh/sid)