Fifa bestraft Edwin Cardona wegen Schlitzaugen-Geste

Nach Eklat in Freundschaftsspiel: Fifa bestraft Cardona wegen Schlitzaugen-Geste

Das Disziplinarkomitee der Fifa hat den kolumbianischen Nationalspieler Edwin Cardona wegen dessen Schlitzaugen-Geste im Spiel gegen Südkorea Anfang November (1:2) für fünf Länderspiele gesperrt. Außerdem erhielt er ein Stadionverbot und muss 17.000 Euro zahlen.

Der Vorfall ereignete sich in der zweiten Hälfte des Spiels, das Kolumbien mit 1:2 verloren hatte. Nach einer Rudelbildung zeigte Cardona die umstrittene Geste, die von südkoreanischer Seite als rassistisch aufgefasst wurde. Am Tag danach hatte sich Cardona entschuldigt: "Ich wollte niemandem gegenüber respektlos sein, doch falls sich jemand beleidigt fühlt, oder dies so interpretiert, ich entschuldige mich."

Zudem wurde der nigerianische Verband NFF für den unerlaubten Einsatz des Spielers Abdullahi Shehu im WM-Qualifikationsspiel in Algerien bestraft. Das teilte die Fifa in einem Statement am Dienstag mit. Der Defensivspieler stand beim 1:1 im November in der Startaufstellung Nigerias, obwohl er eine Gelbsperre hätte absitzen müssen.

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Die Fifa wertete das Spiel mit 3:0 für Algerien. Da Nigeria zu diesem Zeitpunkt aber bereits für die Endrunde in Russland qualifiziert war, hat dies keine Auswirkungen für die Mannschaft von Trainer Gernot Rohr. Zudem muss die NFF eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 5100 Euro bezahlen.

Darüber hinaus belegte die FIFA den Verband Osttimors (FFTL) wegen des Einsatzes von neun Spielern, die aufgrund ihrer Nationalität nicht spielberechtigt waren, mit einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 60.000 Euro und wertete sieben Spiele Osttimors in der WM-Qualifikation als Niederlage.

(sid)