Ermittungen wegen sexuellen Missbrauchs in der U20-Frauen-Nationalmannschaft des Gabun

Schwere Vorwürfe gegen Betreuer und Trainer : Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs in Gabuns U20-Frauen-Team

Dem Fußball im afrikanischen Land Gabun droht ein großer Skandal. Mehrere Spielerinnen des U20-Teams erhoben schwere Vorwürfe gegen ihre Betreuer und Trainer, sie seien sexuell missbraucht und belästigt worden.

In einer ersten Reaktion teilte der nationale Verband mit, die Anschuldigungen intern zu prüfen und zu ermitteln. Zuvor hatte bereits der für Sport zuständige Minister Alain-Claude Bilie-By-Nze eine umfassende Aufklärung des Fall gefordert.

Die Übergriffe sollen sich in der vergangenen Woche während eines Turniers in Marseille zugetragen haben. Neben dem körperlichen Missbrauch hätten die Spielerinnen ihre Pässe und Handys abgeben müssen. So seien sie den Übergriffen hilflos ausgeliefert gewesen.

Die Anschuldigungen seien so schwerwiegend, dass Minister Bilie-By-Nze auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet habe, sagte er: "Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen den Beschuldigten Gerichtsverfahren und Strafen. Sexueller Missbrauch, Gewalt und psychischer Druck jeder Art - für all das ist kein Platz im Sport und in der Gesellschaft."

(ako/sid)
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