Serie von Manchester City reißt - auch FC Arsenal patzt

Premier League: Guardiolas Tormaschine gestoppt - auch Arsenal patzt

Die Siegesserie des souveränen Tabellenführers Manchester City in der englischen Premier League ist gestoppt. Das Team von Startrainer Pep Guardiola musste sich nach 18 Erfolgen nacheinander im letzten Spiel des Jahres beim Kellerkind Crystal Palace mit einem 0:0 begnügen.

Ex-Meister FC Arsenal rückte unterdessen in der letzten Begegnung des Jahres im Ligarekordspiel von Teammanager Arsene Wenger trotz eines auch nur mageren 1:1 (0:0) bei Schlusslicht West Bromwich Albion vorübergehend auf Rang fünf vor.

ManCity hatte Glück, dass Torwart Ederson in der ersten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Luka Milivojevic parieren konnte. Kurios: Seit 2013 hat Manchester City zum Abschluss eines Jahres kein Premier-League-Spiel mehr gewonnen. Zuletzt war das Team aus Nordengland am 27. April ohne Torerfolg geblieben, danach erzielten die Citizens saisonübergreifend in 25 Ligaspielen in Folge mindestens einen Treffer.

Der Vorsprung von ManCity auf den zweitplatzierten Titelverteidiger FC Chelsea beträgt trotz des Rückschlags dennoch stolze 14 Punkte. Mit einem weiteren Dreier hätte Pep Guardiola seinen eigenen Rekord von 19 Siegen in Folge eingestellt, den er in der Saison 2013/14 mit Bayern München erzielt hatte.

Die Citizens mit den deutschen Nationalspielern Ilkay Gündogan und Leroy Sane in der Startelf kamen in der ersten Halbzeit nicht in den gewohnten Schwung. Die Londoner Gastgeber störten mit frühem Pressing und agierten aus einer sicheren Abwehr heraus. ManCity hatte kaum einmal die Möglichkeit zu einem schnellen Gegenzug, auch Leroy Sane blieb gegen Timothy Fosu-Mensah blass.

Gündogan konnte dem Spiel ebenfalls keine Impulse geben, in der 57. Minute ging sein Schuss nach Vorarbeit von Kevin de Bruyne, der kurz vor Schluss verletzt vom Platz getragen wurde, nur knapp am Tor vorbei. Direkt im Anschluss verließ der Ex-Dortmunder für Raheem Sterling das Feld. Pech hatten die Gäste in der 28. Minute bei einem Pfostenschuss von Kun Aguero, der nach gut 20 Minuten für den am Knie verletzten Gabriel Jesus ins Spiel gekommen war. Jesus könnte ManCity länger fehlen, De Bruyne gab nach dem Spiel Entwarnung.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Manchester zwar den Druck, doch Crystal Palace verdiente sich den Punkt mit seinem aufopferungsvollen Kampf.

Wie ManCity hatte auch Arsenal bei einem Außenseiter erhebliche Probleme. Nur mit Shkodran Mustafi aus dem deutschen Weltmeister-Trio in der Anfangsformation - Mesut Özil musste wegen Knieproblemen passen und Per Mertesacker 72 Minuten zunächst zuschauen - taten sich die Gunners beim Tabellenletzten West Brom lange schwer. In der turbulenten Schlussphase reichte den Gästen auch der späte Führungstreffer durch den chilenischen Torjäger Alexis Sanchez (84.) nicht zum Sieg, denn die Hausherren glichen eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit per Handelfmeter aus.

Für Arsenal-Teammanager Wenger war der West-Midlands-Auftritt seiner Elf, die sich an den zuvor punktgleichen Tottenham Hotspur (am Donnerstag gegen West Ham United) vorbeischoben, das 811. Premier-League-Spiel als Trainer seit seinem Amtsantritt bei den Gunners im Oktober 1996. Dadurch löschte der Franzose den bisherigen Rekord von Sir Alex Ferguson (810 Premier-League-Spiele). Der legendäre Schotte hatte bei Rekordmeister Manchester United allerdings schon vor der Gründung der Premier League im Jahr 1992 auch in 223 Punktspielen der Vorgänger-Klasse First Division auf der Bank gesessen. Damit kam Ferguson von 1986 bis zu seinem Rücktritt vor vier Jahren bei den Red Devils auf 1033 Begegnungen in Englands höchster Spielklasse.

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(areh/sid/dpa)