1. Sport
  2. Fußball
  3. International
  4. England

Premier League: Chelsea überholt Leicester – United ist englischer Vizemeister

Premier League : Chelsea überholt Leicester – United ist englischer Vizemeister

Beim Sieg von Chelsea trumpften gleich zwei deutsche Akteure groß auf. Ebenfalls Grund zur Freude hat Mancheser United: Obwohl der Klub nur Remis spielte, ist United die Vizemeisterschaft in der Premier League nicht mehr zu nehmen.

Manchester United ist bei der Rückkehr seiner Fans ins Old Trafford über einen Absteiger gestolpert - und durfte sich wenig später trotzdem über die Vizemeisterschaft in der Premier League freuen. Der englische Fußball-Topklub kam am Dienstag gegen den FC Fulham nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus, am Ende des Abends reichte dieser eine Punkt aber doch für Rang zwei hinter Stadtrivale Manchester City.

Dieser ist United nicht mehr zu nehmen, weil der FC Chelsea im Verfolgerduell 2:1 (0:0) gegen Leicester City gewann. Antonio Rüdiger (47.) traf nach einer Ecke zur Führung für die Blues, sein starker Nationalmannschaftskollege Timo Werner holte wenig später einen Foulelfmeter heraus. Jorginho (66.) verwandelte, nur Kelechi Iheanacho (76.) war für Leicester erfolgreich. Einen Spieltag vor Schluss steht United (71 Punkte) nun uneinholbar auf Rang zwei vor Chelsea (67) und Leicester (66). Der FC Liverpool (63) mit Teammanager Jürgen Klopp hat noch ein Spiel weniger absolviert und damit weiter Chancen auf die Königsklasse.

Für Meister Manchester City (83) riss am Dienstag indes die eindrucksvolle Rekordserie von zwölf Auswärtssiegen. Trotz eines frühen Treffers von Nationalspieler Ilkay Gündogan (2.) unterlagen die Skyblues bei Brighton & Hove Albion noch mit 2:3 (1:0), es war die erste Liga-Niederlage auf fremdem Platz seit November 2020 (0:2 bei Tottenham). Die Meisterschaft hatte City aber schon in der vergangenen Woche perfekt gemacht.

Für United erzielte Edinson Cavani (15.) ein frühes Traumtor, der Uruguayer hob den Ball aus etwa 30 Metern über Fulham-Keeper Alphonse Areola. Joe Bryan (76.) erzielte per Kopf aber noch den überraschenden Ausgleich.

Erstmals dürfen in dieser Woche wieder Fans in die englischen Stadien, Manchester United etwa spielte erstmals seit 14 Monaten vor 10.000 Anhängern. Für die Reds war das allerdings auch aus einem anderen Grund eine besondere Situation: Anfang Mai hatten die Anhänger mit massiven Protesten gegen Uniteds-Besitzerfamilie um Klubchef Joel Glazer für die Absage des Spiels gegen den FC Liverpool gesorgt, 200 bis 300 von ihnen verschafften sich sogar Zugang ins Stadioninnere. Auch rund um die Neuansetzung in der vergangenen Woche, United verlor mit 2:4, äußerten die Fans ihren Unmut. Anlass sind die letztlich gescheiterten Pläne der europäischen Topklubs zur Gründung einer Super League.

(kron/dör/SID)