Mutmaßlicher Flugzeugabsturz: Polizei sucht Küsten nach Emiliano Sala ab

Verschwundener Fußballer : Polizei setzt Suche nach Sala fort – aber die Hoffnung schwindet

Auf der Suche nach dem vermissten argentinischen Fußballer Emiliano Sala gibt die Polizei nicht auf. Ziel der Suchaktion waren verschiedene Küstenabschnitte.

Am frühen Donnerstag hob das Rettungsflugzeug auf der verzweifelten Suche nach Emiliano Sala wieder ab, doch an Bord war kaum noch Hoffnung. Auch bis zum Mittag gab es noch keine Spur von dem vermutlich über dem Ärmelkanal abgestürzten argentinischen Fußballprofi und dem englischen Piloten David Ibbotson.

Abgesucht wurden am dritten Tag nach dem vermeintlichen Absturz verschiedene Küstenabschnitte. Dies teilte die Polizei der Kanalinsel Guernsey mit. Doch bei allem Bemühen ist Fakt: Angesichts der niedrigen Wassertemperaturen um zehn Grad stehen die Überlebenschancen für die beiden Männer bei nahezu Null.

Diese Meinung vertrat auch der Hafenmeister von Guernsey, David Barker. Allerdings räumte er ein: "Im Wasser könnten sie vielleicht drei Stunden überleben, sollten sie sich jedoch in einem Schlauchboot befinden, wäre der Zeitraum größer." Ob Sala und der 60 Jahre alte Pilot jedoch Zugriff auf ein solches hatten, ist ungeklärt.

Aber selbst in einem Rettungsboot stünden ihre Chancen angesichts der Witterungsbedingungen schlecht. "Die Bedingungen im Kanal sind hart, der Wind sehr stark", sagte John Fitzgerald, der für die Suchflugzeuge der Kanalinsel zuständige Offizier, der Nachrichtenagentur AFP, "selbst die Härtesten da draußen müssten wirklich hart sein, um über einen solch langen Zeitraum zu überleben."

Die Anteilnahme am Schicksal des verschwundenen Stürmers hielt derweil unvermindert an. Beim 2:0 des FC Sevilla im spanischen Pokal-Viertelfinale gegen den FC Barcelona beispielsweise widmete der französische Torschütze Wissam Ben Yedder seinen Treffer dem Vermissten, enthüllte ein T-Shirt mit der Aufschrift: "An meinen Bruder, halte durch, E. Sala."

Das in den USA registrierte Kleinflugzeug des Modells Piper PA-46 Malibu war am Montagabend auf dem Flug von Nantes nach Cardiff rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey verschwunden. Sala hatte in einer Sprachnachricht während des Flugs seine Angst vor einer Katastrophe geäußert. Nun wurden auch die Daten von Salas Handy ausgewertet, um neue Hinweise zum etwaigen Absturzort zu erhalten.

Der Stürmer hatte am vergangenen Samstag seinen Wechsel vom französischen Erstligisten FC Nantes zu Cardiff City in die englische Premier League perfekt gemacht. Die Waliser sollen eine Klub-Rekordablöse von rund 17 Millionen Euro bezahlt haben.

(ako/sid)
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