Manchester United: Arroganzanfall von Jose Mourinho nach 0:3-Niederlage

United-Trainer verliert die Nerven : Arroganzanfall von Jose Mourinho nach 0:3-Niederlage

Am dritten Spieltag kassierte Manchester United bereits die zweite Niederlage. Das Team von Trainer Jose Mourinho unterlag Tottenham Hotspur im eigenen Stadion mit 0:3. Der in der Kritik stehende Portugiese verteidigte sich auf typische Weise gegen seine Kritiker.

Der Fehlstart für Manchester United ist perfekt. Am Montagabend musste sich der Vizemeister im heimischen Old Trafford Tottenham Hotspur mit 0:3 (0:0) geschlagen geben. Es war bereits die zweite Niederlage im dritten Spiel für die „Red Devils“, die mit drei Punkten auf Platz 13 rangieren - sechs Punkte hinter Tabellenführer FC Liverpool.

Vor allem einer zeigte sich nach der bitteren Heimniederlage äußerst gereizt: United-Trainer Jose Mourinho. „The Special One“, wie er sich seit seiner ersten Amtszeit beim FC Chelsea nennt, reagierte mit einem Arroganzanfall auf den nächsten Rückschlag und zunehmend kritische Fragen auf der Pressekonferenz. „Wie war heute das Ergebnis?“, fragte der Trainer einen Journalisten im Presseraum des Old Trafford und hob drei Finger. Die Antwort lieferte er gleich mit: „Drei - null. Drei - null. Weißt du, was das ist? Drei - null. Es sind auch drei Meistertitel, die ich in der Premier League gewonnen habe. Ich habe mehr Meistertitel gewonnen, als alle anderen 19 Manager zusammen. Ich drei, die zwei!“

Dann stand der 55-Jährige auf, verließ den Raum und forderte mehrfach: „Respekt, Respekt, Respekt.“

Zuvor hatte der Portugiese allerdings noch explizit die positive Reaktion der United-Fans hervorgehoben, die zu großen Teil bis zum Schluss hinter ihrer Mannschaft gestanden hatten. „Wir haben gegen Sevilla verloren und wurden ausgebuht“, sagte Mourinho und erinnerte an das letztjährige Ausscheiden im Champions-League-Achtelfinale. „Da wurden wir ausgebuht, weil wir es verdient hatten. Heute haben die Spieler den Platz verlassen - und sie haben Applaus bekommen.“ Schon auf dem Platz war Mourinho in die Kurve gegangen, um sich bei den Fans für die Unterstützung zu bedanken.

Der Portugiese sah sein Team trotz Niederlage als besseres Team und wurde erst ungehalten, als er von einem Journalisten auf die Taktik für die Partie angesprochen wurde: „Ihr erwartet ein Wunder von meinen Jungs. Und ihr wollte diese Pressekonferenz in Schuldzuweisungen verwandeln.“

Tatsächlich hatte sich seine Mannschaft besser präsentiert als bei der Niederlage in Brighton vor einer Woche - und auch in Führung gehen können. Doch in der zweiten Hälfte offenbarte der Rekordmeister vor allem defensiv große Schwächen. Und das nutzten Harry Kane (50. Minute) und Lucas Moura (52./84.) gnadenlos aus. „Die Spurs waren nach der Pause einfach zu gut für United“, resümierte BBC.

(old)