Manchester City gewinnt FA Cup und historisches Triple

Klares 6:0 gegen Watford : Manchester City gewinnt FA Cup und historisches Triple

In England hat Pep Guardiola mit Manchester City alle Titel gewonnen. Im großen Finale der Champions League fehlt der Club allerdings. Doch im FA-Cup-Finale gab man sich keine Blöße.

Manchester City hat als erster Verein in England das nationale Triple aus Meisterschaft, League Cup und FA-Cup gewonnen. Das Team des früheren Bayern-Trainers Pep Guardiola setzte sich am Samstag im Londoner Wembley-Stadion im FA-Cup-Finale mit 6:0 (2:0) gegen den FC Watford durch. Gabriel Jesus (38., 68.) und Raheem Sterling (81., 87. Minute) mit einem Doppelpack sowie David Silva (26.), Kevin De Bruyne (61.) erzielten die Treffer für den Favoriten, der kein Mitleid mit dem Club der englischen Pop-Legende Elton John hatte. Der Musiker ist dort Ehrenpräsident.

Im großen Finale in Wembley stand Ilkay Gündogan in der Startelf, Leroy Sané kam in der 73. Minute für seinen Nationalmannschaftskollegen.

Nie zuvor hatte ein englisches Männer-Team alle möglichen Titel auf der Insel, das „Domestic Treble“ gewinnen können. „Wir haben ein unglaubliches Jahr hinter uns“, sagte Trainer Guardiola. Der Spanier freute sich über den geschichtsträchtigen Erfolg: „Wir waren die Ersten.“ Kapitän Vincent Kompany sagte: „Was für eine Saison. Was für ein großartiger Verein.“

Die perfekte Saison vergab Manchester allerdings durch das frühe Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Tottenham Hotspur. Der Manchester-Bezwinger kämpft nun gegen den FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp um die Krone des europäischen Club-Fußballs. „Ich bin in den Ligen erfolgreich, aber in der Champions League habe ich meine Standards noch nicht erreicht“, hatte der 48 Jahre alte Startrainer aus Spanien vor dem FA-Cup-Finale in Wembley gesagt.

Ob Sané und Gündogan beim nächsten Angriff in der Champions League noch dabei sein werden, erscheint aber fraglich. Die beiden deutschen Nationalspieler werden bei Man City als Abgänge gehandelt.

Auch droht eine Champions-League-Sperre. Ermittlungen aufgrund von Verstößen gegen das Financial Fair Play könnten einen Ausschluss aus der Königsklasse nach sich ziehen. Guardiola glaubt in der Diskussion fest an die Unschuld seiner Club-Chefs. „Ich weiß genau, was passiert ist, ich weiß genau, was sie getan haben und ich vertraue ihnen sehr“, hatte Guardiola gesagt.

Den Meistertitel verteidigt hatte Manchester City erst am letzten Wochenende im Herzschlagfinale mit dem FC Liverpool. Im Februar hatten die Skyblues im League Cup durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea gewonnen - doch im englischen Champions-League-Finale in Madrid am 1. Juni ist die beste Mannschaft dieser Saison auf der Insel nur Zuschauer.

(pabie/dpa)
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