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FC Chelsea: Kai Havertz und Timo Werner warten auf den Durchbruch

Chelsea wartet auf den Knalleffekt : Wann explodieren Havertz und Werner?

Thomas Tuchel und der FC Chelsea müssen im Achtelfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid eine 1:0-Führung verteidigen. Das können die Blues gut, doch die Abteilung Attacke um Kai Havertz und Timo Werner muss sich steigern.

Den meisten Druck macht sich Kai Havertz selbst. Das 80-Millionen-Versprechen des FC Chelsea will auch glänzen, wenn die Champions-League-Hymne spielt. "Ich muss mein Spiel verbessern", sagte der lange glücklose Nationalspieler vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN): "Es war nicht einfach für mich, aber es gibt keine Ausreden."

Wie sein Landsmann Timo Werner sehnt er sich nach "der großen Wende" im Blues-Trikot, so formulierte er es selbst. Die Königsklasse wäre die beste Bühne dafür.

Mit einer 1:0-Führung aus dem Hinspiel geht Chelsea in das Duell mit den Berserkern aus der spanischen Hauptstadt. Das dürfte den Stürmern helfen, um befreiter aufzuspielen. Die Abwehr hat Trainer Thomas Tuchel längst stabilisiert, mit nur zwei Gegentoren aus zehn Liga-Partien unter dem Deutschen ist die Defensive um den starken Antonio Rüdiger das Prunkstück. Doch vorne klemmt es. Zuletzt gab Tuchel zu, dass er "noch auf den Durchbruch bei ein, zwei Jungs" warte. Havertz und Werner sind da sicher Kandidaten.

Seit der neue Coach im Januar kam, traf Werner erst einmal. Havertz hatte vor der Tuchel-Ära mit einer lästigen COVID-19-Erkrankung und danach einige Wochen mit einer Verletzung zu kämpfen.

Tuchel ist in dieser Phase auch als Mentalcoach gefragt. "Es ist wichtig, dass wir den Prozess betrachten. Und nicht nur schauen: Ist der Ball drin oder nicht", sagte der 47-Jährige über seine Stürmer: "Wir müssen ihnen helfen, sich dem Druck zu entziehen, den sie sich auch manchmal selbst machen." Gerade Havertz, den Tuchel kürzlich als falsche Neun einsetzte, zeigte sich verbessert.

Gegen den FC Everton (2:0) war er an beiden Toren beteiligt. Am vergangenen Wochenende bei Leeds United (0:0) präsentierte er sich ebenfalls agil, vergab aber beste Chancen auf den Sieg.

Für Werner, der unter Tuchel zwar etwas effektiver ins Spiel eingebunden ist, ist die Lage noch schwieriger. Jüngst wurde er von seinem Coach zusammengepfiffen, weil er auf der falschen Seite spielte. Danach rotierte er aus dem Team, während Havertz seine Rolle ausfüllte. Und auch wenn Tuchel nicht nur auf die Statistiken schauen möchte, tun es die TV-Experten trotzdem.

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Ex-Chelsea-Spieler Joe Cole träumte jüngst gar schon von einem Blockbuster-Transfer für den Sommer. "Sie brauchen meiner Meinung nach einen Spieler: Erling Haaland. Er ist auf der Wunschliste", sagte er bei BT Sport. Der Über-Stürmer von Borussia Dortmund würde laut Cole "den Funken Magie" bringen, der Chelsea fehlt.

Mit derlei Gedankenspielen beschäftigt Tuchel sich aber nicht: "Es gibt keinen Grund, schon in Richtung Sommer zu schauen und nach anderen Lösungen zu suchen." Für Havertz und Werner wären Tore gegen Atletico jedenfalls das beste Argument in eigener Sache.

(ako/sid)