Aubameyang trifft gegen Burnley : Arsenal müht sich ohne Özil zum Sieg

Der FC Arsenal hat sich in der englischen Premier League erneut zu einem knappen Sieg gemüht. Ähnlich erging es Jürgen Klopps FC Liverpool. Am Abend trennten sich City und Tottenham unentschieden.

Alexandre Lacazette (13. Minute) und der frühere Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (64.) trafen am zweiten Spieltag im Emirates Stadion für die Hausherren, die in der Defensive Schwächen offenbarten. Ein weiteres Arsenal-Tor von Reiss Nelson zählte nach VAR-Prüfung nicht, weil Nacho Monréal zuvor im Abseits gestanden hatte. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste aus Burnley erzielte Ashley Barnes (43.).

Özil war nach Angaben des Vereins nicht fit genug für die Partie und stand deshalb nicht im Kader. Der Weltmeister von 2014 saß im Stadion auf der Tribüne. Sead Kolasinac wurde rund 20 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Nach einem versuchten Überfall auf Özil und Kolasinac vor rund drei Wochen hatte Arsenal das Duo im ersten Saisonspiel bei Newcastle United (1:0) aufgrund von Sicherheitsbedenken zuhause gelassen. Unter der Woche hatten beide wieder mit der Mannschaft trainiert.

Özil und Kolasinac waren vor gut drei Wochen in London Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden. Am Donnerstag der vergangenen Woche nahm die Londoner Polizei in der Nähe von Özils Wohnsitz zwei Männer fest und erstattete Anzeige. Laut Medienberichten hatten diese mit Sicherheitsleuten am Haus von Özil gestritten. Die beiden 27-Jährigen müssen sich am 6. September vor Gericht verantworten.

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool am zweiten Spieltag der englischen Premier League den zweiten Sieg errungen. Der Champions-League-Gewinner zitterte sich am Samstag zu einem 2:1 (1:0) beim starken FC Southampton. Auch der FC Arsenal gewann zuhause 2:1 (1:0) gegen den FC Burnley, hatte aber ebenfalls Mühe. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil stand bei den Gunners nicht im Kader.

Die Tore für Liverpool erzielten Sadio Mané (45.+1) und Roberto Firmino (71.). Für die Gastgeber traf der ehemalige Liverpool-Profi Danny Ings (83.) nach einem schlimmen Patzer von Keeper Adrian, der bei den Reds den verletzten Stammtorwart Alisson vertrat. Adrian, der am Mittwoch im Supercup gegen Chelsea (5:4 i.E.) den entscheidenden Elfmeter gehalten hatte, spielte Ings den Ball direkt vor die Füße und machte die Schlussphase damit noch einmal ungewollt spannend.

In der ersten Hälfte spielte Liverpool vorübergehend in Unterzahl, weil sich James Milner bei einem Zusammenprall mit Southamptons James Ward-Prowse am Kopf verletzt hatte und behandelt werden musste. Klopp verzichtete jedoch auf einen frühzeitigen Wechsel. Erst nach rund zehn Minuten kehrte Milner mit einem Verband um den Kopf zurück.

Am Abend dann kam Titelverteidiger Manchester City trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2 (2:1) gegen Tottenham Hotspur gekommen, weil den Citizens in der Nachspielzeit ein Tor nach Videobeweis aberkannt wurde. Raheem Sterling (20. Minute) und Sergio Agüero (35.) schossen die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola in der unterhaltsamen Partie am Samstag zweimal in Führung. Erik Lamela (23.) und der kurz vorher eingewechselte Lucas Moura (56.) erzielten jeweils den Ausgleich.

Spurs-Torwart Hugo Lloris bewahrte die Gäste danach mit zahlreichen Paraden vor einem erneuten Rückstand, bevor der eingewechselte Gabriel Jesus in der Nachspielzeit den vermeintlichen Siegtreffer erzielte. Weil Aymeric Laporte den Ball allerdings vorher mit der Hand berührt haben soll, wurde der Treffer nach Sichtung des Videobeweises nicht gegeben.

Vor der Partie hatten die Spieler von Man City, darunter Kevin De Bruyne und Sterling, einen Gruß an ihren verletzten Teamkollegen Leroy Sané geschickt. Zum Aufwärmen trugen sie Sané-Trikos mit der Nummer 19. Der deutsche Nationalspieler, der sich Anfang August im Supercup das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen hatte, zeigte sich vor der Partie gut gelaunt am Spielfeldrand.

(dpa/cbo)
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