FC Arsenal entlässt Trainer Unai Emery nach Niederlage gegen Eintracht Frankfurt

Nach Niederlage gegen Frankfurt : Arsenal entlässt Trainer Unai Emery

Die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt hat beim FC Arsenal tiefgreifende Konsequenzen. Trainer Unai Emery wurde am Freitag mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

Die volle Überzeugung schien Unai Emery bereits kurz nach der 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt in der Europa League zu fehlen. Allen Fragen nach seiner Zukunft als Trainer des FC Arsenal wich der 48-Jährige aus. Keine zwölf Stunden später hatte er Gewissheit: Die Londoner entbanden den Spanier am Freitagmorgen nach der sportlichen Talfahrt der letzten Wochen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben, interimsmäßig wird er durch die Arsenal-Ikone Freddie Ljungberg ersetzt.

"Unai und seinen Kollegen gilt unser aufrichtiger Dank", sagte Josh Kroenke im Namen des Arsenal-Vorstands: "Sie waren unnachgiebig bemüht, den Verein wieder auf das von uns allen erwartete Niveau zu bringen. Wir wünschen Unai und seinem Team weiterhin viel Erfolg." Emery hatte im Juli 2018 die Nachfolge des langjährigen Teamchefs Arsene Wenger angetreten und sein Team im ersten Jahr ins Finale der Europa League geführt.

Nun wurde Emery, der zuvor mit dem FC Sevilla dreimal die Europa League gewann und mit Paris St. Germain französischer Meister wurde, nach 17-monatiger Amtszeit eine fast drei Jahrzehnte nicht dagewesene Durststrecke der Gunners zum Verhängnis. Sieben Partien blieb das Team um die Rio-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi wettbewerbsübergreifend ohne Sieg, das passierte den Londonern zuletzt in der Vor-Wenger-Ära im Jahr 1992.

Als Achter droht in der Liga nicht nur zum vierten Mal in Serie das Verpassen der Champions League, sondern sogar der komplette Europapokal-Blackout. Im Ligapokal scheiterte der 13-malige englische Meister früh, auch in der Gruppenphase der Europa League ist das Weiterkommen vor dem letzten Spieltag nicht gesichert. Bereits in der Premierensaison erlebte er mit dem frühzeitigen Ausscheiden in den nationalen Pokalwettbewerben sowie dem Verpassen der Champions-League-Qualifikation in der Liga erste Enttäuschungen.

Mit Freddie Ljungberg soll nun einer der legendären "Invincibles" aus der goldenen Generation der Gunners, die in der Saison 2003/04 ungeschlagen Meister wurde, zumindest kurzfristig den Erfolg zurück an die Themse bringen. Man habe "vollstes Vertrauen", dass Ljungberg "die Mannschaft voranbringe", heißt es in einem Klub-Statement.

Der Schwede sammelte als Co-Trainer des Niederländers Andries Jonker beim VfL Wolfsburg 2017 seine ersten Trainererfahrungen. 2018 wurde er Cheftrainer der U 23 des FC Arsenal, ehe er zur aktuellen Saison als Co-Trainer in das Team von Unai Emery aufrückte. Sein Debüt am Sonntag gegen Schlusslicht Norwich könnte allerdings auch sein einziger Auftritt in der Chefrolle sein. Der Verein kündigte an, dass die Suche nach einem neuen Trainer schnellstmöglich vorangetrieben werde.

(ako/sid)