Fall Emiliano Sala: Cardiff City droht eine lange Transfersperre

Verunglückter Fußballer : Cardiff droht im Fall Sala eine lange Transfersperre

Cardiff City weigert sich weiter, die Ablösesumme für den tödlich verunglückten Emiliano Sala zu zahlen. Jetzt drohen Konsequenzen.

m Fall des bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Fußballprofis Emiliano Sala droht Cardiff City eine lange Transfersperre. Sollte der englische Zweitligist nicht die erste Rate der vereinbarten Ablösesumme an den FC Nantes zahlen, darf der Klub in bis zu drei Transferperioden keine Spieler verpflichten. Das geht aus am Montag veröffentlichten Dokumenten hervor.

Der 28-jährige Sala war am 21. Januar beim Absturz einer Privatmaschine über dem Ärmelkanal ums Leben gekommen. Der Argentinier befand sich auf dem Weg zu seinem neuen Klub in Cardiff, der ihn zwei Tage zuvor vom französischen Erstligisten verpflichtet hatte. Bis heute streiten sich beide Klubs über die genauen Ablösemodalitäten.

Der Weltverband FIFA hatte am 30. September entschieden, dass Cardiff an Nantes zunächst sechs Millionen Euro zahlen müsse. Zuvor hatte sich der walisische Klub geweigert, die ursprünglich vereinbarte Ablösesumme von 17 Millionen Euro zu zahlen. Nantes reichte daraufhin im Februar eine Klage ein und entschied zudem am Montag, den Internationalen Sportgerichtshof CAS anzurufen.

"Es gibt nach wie vor eindeutige Beweise dafür, dass der Transfervertrag niemals in Übereinstimmung mit mehreren vertraglichen Anforderungen, die von Nantes angefordert wurden, abgeschlossen wurde, wodurch er für nichtig erklärt wird", begründete Cardiff seine Entscheidung.

Laut den nun veröffentlichten Dokumenten wurde Cardiff ein Zeitraum von 45 Tagen nach Erhalt der Bankdaten aus Nantes zugestanden, um die Summe zu überweisen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP geschah dies "Anfang Oktober", damit würde die Frist Mitte November ablaufen. Diese Frist könnte durch die CAS-Klage aber verlängert werden.

(lt/sid)