Vergewaltigungs-Vorwurf: Ermittlungen gegen Klasnic eingestellt

Vergewaltigungs-Vorwurf: Ermittlungen gegen Klasnic eingestellt

Manchester (RPO). Der ehemalige Bundesliga-Profi Ivan Klasnic ist von den im vergangenen Oktober gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen worden. Die Polizebehörde in Manchester gab bekannt, dass sie die Ermittlungen in dem Fall eingestellt habe.

"Ich habe immer meine Unschuld beteuert, und ich wusste, dass ich nichts zu befürchten hatte. Es war eine sehr schwierige Zeit für meine Familie, welche mir so viel bedeutet", teilte Klasnic auf seiner Homepage mit.

Der kroatische Nationalstürmer vom englischen Premier-League-Klub Bolton Wanderers war vor rund vier Monaten von der Polizei festgenommen, verhört und gegen die Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Klasnic in die Vergewaltigung einer 17-Jährigen verwickelt gewesen sein könnte. Nun erwiesen sich die Anschuldigungen jedoch als haltlos.

Klasnic ist froh und schaut nach vorne

"Ich bin froh, dass es zu Ende ist und ich nach vorne schauen kann. Es war frustrierend, sich in der Öffentlichkeit während des Verfahrens nicht äußern zu können, aber auch aus Respekt vor dem britischen Rechtssystem habe ich geschwiegen", sagte Klasnic, der seine Profikarriere beim FC St. Pauli begann und mit Werder Bremen 2004 das Double feierte. Über den FC Nantes kam der Angreifer 2009 nach Bolton.

"Ich möchte meinem Verein und den Fans für ihre Unterstützung danken, insbesondere bedanke ich mich natürlich auch bei meiner Familie, die mir zur Seite stand", erklärte Klasnic und konnte seine Erleichterung gleich in sportliche Top-Leistungen umsetzen. Im FA-Cup-Achtelfinale am Sonntag beim FC Fulham erzielte der 31-Jährige Boltons 1:0-Siegtreffer.

"Wir wussten immer, dass Ivan unschuldig ist. Er hat versucht, die Situation leicht zu nehmen. Wir wussten aber, dass er und seine Familie sehr verletzt waren. Hoffentlich sehen wir auf dem Platz jetzt wieder den stärksten Ivan", meinte Boltons Teammanger Owen Coyle.

(SID/can)
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