Antonio Rüdiger bei Chelsea-Sieg gegen Spurs rassistisch beleidigt

Eklat in der Premier League : Rüdiger bei Chelsea-Sieg gegen Spurs rassistisch beleidigt

Antonio Rüdiger wurde beim Sieg des FC Chelsea gegen Tottenham Hotspur Opfer von rassistischen Rufen. Schiedsrichter Anthony Taylor ließ daraufhin über den Stadionsprecher eine Warnung an die Spurs-Fans aussprechen.

Nationalspieler Antonio Rüdiger ist Opfer rassistischer Beleidigungen geworden. Der Verteidiger der Blues beklagte sich Mitte der zweiten Halbzeit beim 2:0-Erfolg des FC Chelsea bei Tottenham Hotspur bei seinem Kapitän Cesar Azpilicueta über rassistische Gesänge der Spurs-Anhänger. Der Spanier benachrichtigte daraufhin Referee Anthony Taylor.

"Tony kam zu mir und sagte mir, dass er rassistische Lieder gegen sich gehört hat", sagte Azpilicueta: "Also habe ich es dem Schiedsrichter gemeldet. Wir sind sehr besorgt und distanzieren uns völlig von so einem Verhalten. Alle müssen zusammen dafür sorgen, dass so etwas aufhört. Es ist nicht nur ein Problem im Fußball, sondern auch im Alltag."

Taylor ließ über den Stadionsprecher schließlich eine Warnung an die Tottenham-Fans aussprechen. Die Partie wurde nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt. Bei weiteren Vergehen hätte es sogar zu einem Spielabbruch kommen können. Rüdiger hatte als Reaktion auf die Gesänge kurzzeitig einen Affen imitiert.

Der Innenverteidiger hatte erst vor einem Monat eine strikte Reaktion auf Rassismus angekündigt. Dann sei er "der Erste, der rausgeht. Ich mache das! Ich habe keine Furcht vor den Konsequenzen", sagte der 26 Jahre alte Innenverteidiger der Bild am Sonntag: "Das sind Dinge, die man nicht tolerieren darf. Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch, nur mit ein paar Pigmenten mehr."

Die Spurs gaben nach dem Spiel bekannt, dass man Untersuchungen zu den Zwischenfällen durchführe. „Jede Form von Rassismus ist völlig inakzeptabel und wird in unserem Stadion nicht toleriert“, heißt es. „Wir nehmen solche Anschuldigungen äußerst ernst und werden gegen jede Person, die sich in dieser Weise verhält, die härtesten Strafen aussprechen - einschließlich eines Stadionverbots.“

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(sid/old/dpa)