Die Transferfrist in der Premier League in England ist vorbei

Premier League: Kein Mega-Transfer zum Ende der Frist - Freiburger Söyüncü zu Leicester

Die Transferfrist in England ist vorbei, zum ersten Mal endete sie bereits vor dem Saisonstart. Die größten Transfers gingen vorher über die Bühne.

Die Transferfrist in der englischen Premier League ist am Donnerstag ohne große Überraschungen zu Ende gegangen. Bis 18 Uhr (MESZ) wurden bei den Topclubs nur wenige Neuzugänge vermeldet. Im Laufe des Abends konnten aber noch weitere Wechsel bestätigt werden. Die Vereine hatten im September vergangenen Jahres entschieden, dass das Transferfenster erstmals vor dem Beginn der Saison schließt - nicht wie bisher drei Wochen nach dem ersten Spieltag.

Den wohl spektakulärsten Transfer vermeldete der FC Chelsea mit der bereits erwarteten Verpflichtung des Torhüters Kepa von Athletic Bilbao. Mit einer Ablösesumme von rund 80 Millionen Euro wird der 23 Jahre alte Spanier zum teuersten Keeper der Fußball-Historie. Gleichzeitig wechselte der Belgier Thibaut Courtois zu Real Madrid, laut spanischen Medien für deutlich weniger Geld. Die Blues leihen außerdem Verteidiger Mateo Kovacic für ein Jahr von Real aus.

Meister Manchester City nahm den 19 Jahre alten Australier Daniel Arzani unter Vertrag. Die Topclubs Man United, FC Liverpool und FC Arsenal gaben keine weiteren Zugänge bekannt. Tottenham Hotspur holte in diesem Sommer überraschend keinen einzigen neuen Spieler.

Besonders aktiv war hingegen der FC Everton, der am Donnerstag noch Yerry Mina vom FC Barcelona für rund 30 Millionen Euro verpflichtete und dessen Teamkollegen Andre Gomes auslieh. Außerdem sicherten sich die Toffees die Dienste des Brasilianer Bernard, der seit dem Sommer vereinslos war.

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Der SC Freiburg muss in der kommenden Saison unterdessen ohne den türkischen Fußball-Nationalspielers Caglar Söyüncü auskommen, der zu Leicester City wechsel. Der Abwehrspieler unterschrieb einen Fünfjahres-Vertrag. Die Ablösesumme für den 22 Jahre alten Innenverteidiger soll Medienberichten zufolge im Bereich von 20 Millionen Euro liegen.

„Nach den teilweise wilden Spekulationen der vergangenen Wochen und Monate freuen wir uns, eine sowohl für Çaglar als auch für uns gute Lösung gefunden zu haben“, sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier. „Es war eine besondere Geschichte und eine intensive gemeinsame Zeit.“

Söyüncü war 2016 vom türkischen Zweitligisten Altinordu Izmir zum SC gewechselt und zählte in der vergangenen Spielzeit überwiegend zum Stammpersonal von Trainer Christian Streich.

(dpa/sef)