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Arjen Robben: Pflichtspiel-Comeback beim FC Groningen endet mit Verletzung

„Persönliches Drama“ : Robben-Comeback endet mit Verletzung

Für Arjen Robben verlief das Comeback ernüchternd. Nach einer Verletzung des Routiniers musste Groningens Trainer sogar Fragen zu einem möglichen Karriereende seines Kapitäns beantworten.

Arjen Robben warf das weiß-grüne Trikot mit der Nummer 10 nebst Kapitänsbinde wütend zu Boden und stapfte mit finsterer Miene in die Kabine. Von der Tribüne aus verfolgten seine Ehefrau Bernadien und die Söhne Luka und Kai sorgenvoll den abrupten Abgang des 36-Jährigen. Für den ehemaligen Star von Bayern München sollte es nach über einem Jahr Pause ein Neustart werden - doch das Pflichtspiel-Comeback bei "seinem" FC Groningen wurde für Robben zum "persönlichen Drama" (Voetbal International).

Ein Drama, das sogar die Frage aufwarf, ob dies möglicherweise das endgültige Karriereende für Robben bedeuten könnte. Er wisse es nicht, er habe mit seinem Routinier "noch nicht gesprochen", sagte Groningens Trainer Danny Buijs nach dem 1:3 gegen die PSV Eindhoven.

Er wisse nur, so Buijs, dass Robben "mit Beschwerden in der Leistengegend" raus musste: "Was es genau ist, weiß ich nicht." Robben selbst hatte da schon längst niedergeschlagen das Stadion verlassen. Buijs, der bis spätestens Dienstag eine genaue Diagnose erwartet, litt mit seinem Routinier: "Dieser Junge hat so hart gearbeitet. Wenn das Spiel so endet, ist das für ihn sehr frustrierend."

Nach einem Zweikampf war Robben in der 29. Minute zu Boden gesunken und hatte sofort signalisiert, dass es für ihn nicht mehr weitergeht. Robben, der oft als "Mann aus Glas" bezeichnet wurde, kennt seinen Körper nach zahlreichen Verletzungen in seiner außergewöhnlichen Karriere genau.

Dabei hatte der Tag für ihn stimmungsvoll begonnen. "Willkommen zu Hause Arjen", stand auf einem großen Plakat der Fans. Die Rückkehr des "verlorenen Sohnes" nach 18 Jahren sorgt in Groningen seit Wochen für Euphorie.

Sogar über eine Rückkehr des Flügelspielers in die niederländische Nationalmannschaft war schon diskutiert worden. Interims-Bondscoach Dwight Lodeweges hatte sie nicht völlig ausschließen wollen. "Alles steht und fällt mit der Leistung, und er muss es sich verdienen", sagte Lodeweges dem Telegraaf und ergänzte vielsagend: "Wer weiß, was er leisten könnte, vielleicht von der Bank?" Seit Sonntag dürften diese Überlegungen Makulatur sein.

(sid/old)