1. Sport
  2. Fußball
  3. International
  4. Andere Ligen

Palmeiras holt Copa Libertadores – und fordert jetzt Bayern München bei der Klub-WM

Südamerika : Palmeiras holt Copa Libertadores – und fordert jetzt Bayern München

Der Fußballklub aus der Millionenmetropole São Paulo feiert in der südamerikanischen Copa Libertadores den zweiten Titelgewinn seit 1999. Das Team könnte bei der Klub-WM in Katar nun auf den FC Bayern München treffen.

 Es blieb spannend bis zum Schluss: Im Finale der Copa Libertadores gegen den FC Santos hat sich Palmeiras São Paulo mit einem Treffer in der Nachspielzeit den zweiten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte gesichert. „Das ist ein unvergesslicher Tag in meinem Leben - das Tor zum Libertadores-Titel zu schießen“, sagte der 25-jährige Torschütze Breno Lopes am Samstag nach Abpfiff. „Die Fans haben das verdient. Palmeiras hat lange auf diesen Titel hingearbeitet. Ich bin sehr glücklich.“

Mit dem einzigen Treffer per Kopf in der 99. Minute dürfte sich Lopes einen Platz in den Herzen der Palmeiras-Fans gesichert haben. Er war erst im November vergangenen Jahres verpflichtet worden, zuvor spielte er beim EC Juventude im Caxias do Sul in der Zweiten Liga. Das Libertadores-Finale war gerade einmal seine 17. Partie für Palmeiras.

Kurz vor dem Siegtreffer hatte der argentinische Schiedsrichter Patricio Loustau nach einem Gerangel an der Seitenlinie Santos-Trainer Cuca mit einer Roten Karte bestraft. Der Coach hatte nach dem Ball gegriffen und war dabei mit Palmeiras-Spieler Marcos Rocha aneinandergeraten.

Die Copa Libertadores gilt als südamerikanisches Gegenstück zur europäischen Champions League. Sieger Palmeiras ist als Vertreter des südamerikanischen Fußballverbands Conmebol nun für die Club-WM in Katar qualifiziert. Der Verein wird nun zunächst gegen den Sieger der Partie Tigres UANL aus Mexiko und Südkoreas Ulsan Hyundai spielen. Im Finale könnten die Brasilianer dann theoretisch auf den FC Bayern München treffen.

Über weite Strecken hinweg konnte sich kein Team echte Chancen erarbeiten. Beide Mannschaften verteidigten gut, erst zum Ende der zweiten Halbzeit ergab sich hier und da die Möglichkeit zum Zug aufs Tor. Wegen der Corona-Pandemie sollte das Finale im Maracaná-Stadion in Río de Janeiro eigentlich ohne Zuschauer stattfinden. Letztendlich waren dann aber wohl doch rund 2500 geladene Gäste im Stadion, darunter Nationaltrainer Tite.

(kron/dpa)