Ex-Sprint-Star Usain Bolt debütiert als Fußballer in Australien

Einsatz im Testspiel : Ex-Sprint-Star Bolt debütiert als Fußballer in Australien

Der achtmalige Sprint-Olympiasieger Usain Bolt hat bei einem Testspiel des australischen Fußballklubs Central Coast Mariners sein erstes Fußballspiel absolviert. Bolt wurde in der 71. Minute eingewechselt.

Jamaikas achtmaliger Sprint-Olympiasieger Usain Bolt hat in Australien sein Debüt als Fußballer gegeben. Für den A-League-Proficlub Central Coast Mariners durfte Bolt am Freitag in einem Freundschaftsspiel gegen eine Amateurmannschaft in der 71. Minute aufs Feld. Die Mariners hatten zu dem Zeitpunkt in dem Stadion in Gosford rund 80 Kilometer nördlich von Sydney bereits sechs Tore geschossen. Vor Bolts Einwechslung schallte es „Wir wollen Bolt“ aus der Menge, mehr als 12.000 Fans verfolgten die Partie. Der schnellste Mann der Welt spielte mit der Trikotnummer 95 auf dem linken Flügel.

Nach seiner Einwechslung verpatzte Bolt seinen ersten Ballkontakt, auch sonst wirkte der 32-Jährige etwas fahrig. "Ich war ein bisschen nervös", gab Bolt hinterher zu: "Ich hätte mir mehr Ballkontakte gewünscht, aber ich bin noch nicht fit." Zufrieden war er dennoch: "Es ist ein wunderbarer Moment, auf diesem hohen Niveau im Profifußball zu spielen."

"Er hat ein paar nette Sprints hingelegt, aber er muss ganz offensichtlich noch lernen, wann und wohin er seine Läufe macht", sagte der frühere australische Nationalspieler Robbie Slater: "Er muss außerdem mehr Selbstvertrauen bekommen, sich den Ball zu schnappen."

Bolt hatte seine Sprinterlaufbahn 2017 beendet und arbeitet nun an einer neuen Karriere als professioneller Fußballspieler. Mit dem australischen Club trainiert der 32-Jährige auf unbestimmte Zeit. Der Jamaikaner hofft, den Wechsel vom Leichtathleten zum Fußballer bis zum Saisonbeginn im Oktober zu schaffen.

„Ich weiß, ich werde nicht das perfekte Spiel zeigen“, hatte Bolt wenige Tage vor seinem Debüt gesagt. Er kämpfe noch mit den körperlichen Anforderungen an einen professionellen Fußballer, sagte der elfmalige Weltmeister. Trainer Mike Mulvey meinte, Bolt habe „rudimentäre Fertigkeiten“ und mache es gut, doch er brauche noch Zeit, sich anzupassen.

(rent/dpa/sid)
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