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Die Glasgow Rangers sind erstmals seit 2011 schottischer Meister

Erstmals seit 2011 : "Diver" Gerrard führt Glasgow Rangers zum Titel

Das lange Warten hat ein Ende: Die Glasgow Rangers haben die Serie von Erzrivale Celtic beendet und sind erstmals seit 2011 und dem zwischenzeitlichen Zwangsabstieg wieder schottischer Fußball-Meister.

Teammanager Steven Gerrard schlitterte unter dem Gejohle seiner Stars bäuchlings in weißem Hemd und schwarzer Anzughose über den biernassen Kabinenboden. Nach quälend langen neun Jahren, neun Monaten und 20 Tagen Wartezeit kannte der Jubel bei den Glasgow Rangers keine Grenzen. Dabei war die 55. schottische Meisterschaft noch gar nicht perfekt, als Trainer Gerrard den "Diver" machte.

Nach dem 3:0 (2:0) gegen St. Mirren blickte der Rekordmeister auf den Rivalen Celtic - und der "ewige" Konkurrent tat den Rangers am Sonntag den Gefallen: Nach dem enttäuschenden 0:0 bei Dundee United war die erste Meisterschaft für die Blauen seit 2011 perfekt.

"Mir fehlen die Worte, wenn ich meine Mannschaft beschreiben soll", sagte Gerrard bereits am Vortag, "sie haben mich auf eine verdammt schöne Reise mitgenommen. Dieser Klub war in der Hölle - jetzt ist er zurück. Und wir wollen noch mehr, ich bin immer noch hungrig."

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Nach 28 Siegen und vier Unentschieden in 32 Saisonspielen ohne Niederlage sind die Rangers bei noch sechs ausstehenden Partien nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Damit endete nach neun Meisterschaften die stolze Celtic-Serie (51 Titel), der zehnte Coup und damit der Rekord blieb den "Bhoys in Green" verwehrt.

Die Rangers-Fans verspotteten ihren Rivalen am Sonntag mit einem Banner, das ein Flugzeug über Dundees Tannadice Park flog. "Can you see us now?! 55 Titles", hatten sie darauf geschrieben, "könnt ihr uns jetzt sehen?!"

Für die Rangers um den früheren Mainzer Leon Balogun ist die Meisterschaft nach der Insolvenz 2012 und dem Sturz in die Viertklassigkeit eine Befreiung. 2016 war der Klub in die Scottish Premier League zurückgekehrt, Liverpool-Legende Gerrard (40) kam 2018 dazu. Jetzt holte der Mann, der bei den Reds als potenzieller Erbe von Jürgen Klopp gilt, seinen ersten Titel als Trainer.

Trotz Verbots hatten sich am Samstag Tausende Fans vor dem Ibrox-Stadion versammelt und ausgelassen mit bengalischen Feuern gefeiert. Die schottische Regierung rügte die Anhänger, die Polizei drückte beide Augen zu. Gerrard grüßte die Anhänger aus einem gekippten Kabinenfenster und ermahnte sie, "demütig" zu bleiben. Doch der Titel war kaum perfekt, da wurden erneut Feuerwerksraketen gezündet.

(stja/sid)