1860 München Löwen verteidigen Ausschluss von Pressevertretern

München · Fußball-Zweitligist 1860 München hat den umstrittenen Entzug der Dauerakkreditierungen für drei Tageszeitungen verteidigt. Diskurs und Kritik sei zwar in Ordnung, Beleidigungen werde man sich allerdings nicht gefallen lassen.

Das ist 1860-Investor Hasan Ismaik
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Foto: dpa, geb nic hak

Zwar stehe man "für eine Vereinskultur der Vielfalt" und lade alle dazu ein, "Kritik zu üben, ihre Meinung zu äußern und kontrovers mit uns zu diskutieren", hieß es in einer Klub-Mitteilung. Was man aber "nicht akzeptieren" werde, "sind Beschimpfungen und Beleidigungen, die Darstellung falscher Tatsachen und negative Äußerungen, die dem Image unseres Vereins in hohem Maße schaden".

Gegen derartige Verfehlungen werde man sich "aus Respekt gegenüber allen Sechzgern, die den Löwen im Herzen tragen und alles dafür tun, um ihn zurück zu Erfolg zu führen, zur Wehr setzen", hieß es in dem mit "Dafür kämpfen Löwen" betitelten Statement. Zudem teilte der Verein mit, dass "alle Fans und Sympathisanten, Sponsoren und Partner als auch alle Medien willkommen" seien.

Am Dienstag hatte die "TSV 1860 München GmbH & Co. KGaA" dem Münchner Merkur, der tz und der Bild-Zeitung "bis auf Weiteres" die Zugangsberechtigung für die Heimspiele der Löwen entzogen. Geschäftsführer Anthony Power begründete den Schritt mit der "Berichterstattung in den letzten Wochen und Monaten", die aus Sicht des Klubs "keine Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit" sei.

Die Maßnahme war nicht die erste Strafaktion der Sechziger gegen die Medien. Im November, als der Klub Trainer Kosta Runjaic entlassen hatte, war Journalisten vorübergehend Hausverbot auf dem Vereinsgelände an der Grünwalder Straße erteilt worden.

(sid)
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