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Markus Anfang will mit Holstein Kiel in die Relegation

Ausgerechnet in Düsseldorf : Anfang will mit Kiel in die Relegation

Markus Anfang ist der Erfolgsgarant bei Holstein Kiel. Seit der Ex-Profi an der Förde tätig ist, geht es beim Aufsteiger aufwärts, möglicherweise bis in die Bundesliga. Am Sonntag in Düsseldorf können die Kieler sich zumindest schon einmal den Relegationsplatz sichern.

An der ersten Station seiner Karriere als Profi-Spieler kann Markus Anfang seinen bisher größten Trainer-Erfolg perfekt machen. Im Gastspiel bei dem als Aufsteiger feststehenden Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf reicht den Kielern am Sonntag ein Punkt, um sich in der Tabelle der 2. Bundesliga Platz drei und damit zwei Relegations-Duelle mit dem Bundesliga-16. zu sichern.

Der 43 Jahre alte Coach möchte sich mit dem Aufstieg ins Oberhaus einen glänzenden Ausstand bei den Norddeutschen verschaffen. Denn Anfang wechselt nach dieser Spielzeit in seine Geburtsstadt: Bei Erstliga-Absteiger 1. FC Köln hat er vor kurzem einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Es sei für ihn "etwas Besonderes", in die Heimat zurückzukehren, erklärte Anfang, als kürzlich sein schon lange in den Medien spekulierter Wechsel ins Rheinland von beiden Vereinen offiziell bestätigt wurde. Emotional dürfte für Anfang auch der Auftritt in Düsseldorf sein, wo er als 20-Jähriger bei der Fortuna seine ersten Schritte als Profikicker absolvierte. Über Schalke 04 gelangte er zum FC Tirol nach Innsbruck, wo er von 2000 bis 2002 drei Mal nacheinander österreichischer Meister wurde.

2010 beendete Anfang seine aktive Laufbahn und arbeitete als Trainer zunächst beim Niederrheinligisten SC Kapellen-Erft. Über Bayer Leverkusen kam der dort für die U17 und U19 verantwortliche Coach am 29. August 2016 zum Drittligisten KSV Holstein. Man habe einen Coach gesucht, "der uns frisch und unverbraucht dabei hilft, unsere Ziele zu verwirklichen", erklärte Sportchef Ralf Becker damals. Der Nachfolger von Carsten Neitzel sorgte mit 15 Siegen, 12 Unentschieden und nur fünf Niederlagen im Schnellverfahren für den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Folgt nun der Durchmarsch in die Beletage?

Kölns Geschäftsführer Armin Veh traut seinem künftigen Chefcoach eine Menge zu. Anfang könne einer Mannschaft "erkennbar eine Handschrift mit auf den Weg geben". Das habe er in Kiel unter Beweis gestellt.

"Gerade in der Rückrunde hat er gezeigt, dass er auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich arbeiten kann und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt", lobte Veh. Anfangs Freigabe haben die Kölner sich angeblich zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro kosten lassen.

Bevor Anfang die Förde verlässt, kann sich der scheidende Erfolgscoach im Norden mit dem Aufstieg unvergesslich machen. Öffentlich redet er lieber von Demut oder Respekt vor der Aufgabe, als lauthals den Aufstieg als Ziel auszurufen. "Ich werde in den kommenden Wochen alles tun, um diese Saison bestmöglich abzuschließen", versprach Anfang. Und betonte: "Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieser besonderen Geschichte zu sein."

(lnw)