1. Sport
  2. Fußball
  3. Hertha BSC

Hertha BSC: Zsolt Petry beklagt falsche Übersetzung

Ex-Torwarttrainer von Hertha BSC : Zsolt Petry beklagt falsche Übersetzung

Zsolt Petry hat nach seinem Rauswurf bei Hertha bestritten, in einem Interview rassistische und homophobe Äußerungen getätigt zu haben. Der ehemalige Torwarttrainer erklärte, dass seine Aussagen nicht korrekt wiedergegeben wurden.

Der ehemalige Torwarttrainer von Hertha BSC hat sich erneut gegen den Vorwurf gewehrt, in einem Interview homophobe und migrationsfeindliche Äußerungen getätigt zu haben. Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte Zsolt Petry am Montag, die ungarische Zeitung „Magyar Nemzet“ habe das Interview nach der Autorisierung noch unzulässig gekürzt.

Dort war der Ungar Petry mit einer Aussage über den Einsatz seines Landsmann Peter Gulacsi von RB Leipzig für  das Ehe-Recht gleichgeschlechtlicher Paare zitiert worden.

„Ich habe mich bemüht klarzustellen, dass jeder, so wie Peter, seine Meinung frei äußern darf. Ich gab jedoch zu bedenken, dass junge Spieler mit Äußerungen zu politischen Themen häufig Anfeindungen ausgesetzt sind, die ihre Karriere schädigen oder beenden können“, sagte Petry der FAZ. „Deshalb habe ich gesagt, ich weiß nicht, wie er das machen konnte. Nicht etwa, ich verstehe das nicht. Das war nicht korrekt übersetzt.“ Zudem sei der Satz, dass er sich „sehr gut vorstellen kann, dass ein Kind in einer homosexuellen Familie sehr glücklich aufwachsen kann“, aus dem Interview gestrichen worden.

Diese Äußerungen des langjährigen Coaches würden „insgesamt nicht den Werten von Hertha BSC entsprechen“, sagte Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung des Clubs nach der Freistellung, stellte aber auch klar: „Er hat zu keiner Zeit homophob oder fremdenfeindlich agiert.“ Der Verein setze sich trotzdem „aktiv für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein, weil uns diese Werte wichtig sind“, hieß es in einer Mitteilung: „Dies findet sich in den Äußerungen von Zsolt Petry, die er als unser Mitarbeiter öffentlich getätigt hat, nicht wieder.“

(old/dpa)