„War ein unglaublich gutes Gefühl“ Richter feiert emotionales Comeback nach Hodenkrebs-Erkrankung

Berlin · Knapp sieben Wochen nach der Bekanntgabe seiner Hodenkrebs-Erkrankung gibt Marco Richter sein Comeback für Hertha BSC. Was der 24-Jährige zu seiner emotionalen Rückkehr sagt.

 Marco Richter.

Marco Richter.

Foto: dpa/Soeren Stache

Es wäre zu schön gewesen - doch am Ende verhinderten BVB-Keeper Gregor Kobel und ein Stück Aluminium die Traum-Rückkehr von Marco Richter. „Das mein Schuss leider noch an die Latte gegangen ist, ist natürlich sehr schade. Das wäre ein noch besseres Comeback gewesen“, sagte der 24-Jährige, nachdem er erstmals seit seiner Hodentumor-OP wieder für Hertha BSC auf dem Platz mitgemischt hatte.

Vor knapp sieben Wochen hatte Richter die Schock-Diagnose erhalten, kurz darauf wurde der bösartige Tumor operativ entfernt, eine Chemotherapie war nicht notwendig gewesen. Beim 0:1 (0:1) gegen Borussia Dortmund wurde er in der 75. Minute eingewechselt und sorgte mit einem Distanzschuss kurz darauf fast für den Ausgleich, aber eben nur fast.

„Für mich persönlich war es ein unglaublich gutes Gefühl, endlich wieder auf dem Platz zu stehen und danach zu den Fans in die Kurve zu gehen“, sagte der 24 Jahre alte Offensivmann nach seiner emotionalen Rückkehr. „Ich bin dank meiner Mama nah am Wasser gebaut“, sagte Richter.

Gesundheitlich sieht sich der Offensivspieler, der bereits gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) wieder auf der Bank gesessen hatte, auf dem besten Weg. Zwar merke er, dass er noch nicht wieder ganz fit sei, aber es fehle „nicht mehr viel“. Er denke „positiv an die Zukunft und hoffe natürlich auf weitere Einsatzzeiten“.

Auch sportlich gesehen ist Richter zuversichtlich. Die Niederlage müsse der noch sieglose Klub „so schnell es geht“ abhaken: „Ich glaube schon, dass die nächsten Spiele dafür geeignet sind, dass wir drei Punkte holen.“

(sid/dpa)
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