Hannover 96: Ultras setzen Stimmungsboykott fort

Konflikt mit Martin Kind: Hannover-Ultras setzen Stimmungsboykott fort

Der Stimmungsboykott der Ultras von Hannover 96 wird auch im Nord-Duell der Bundesliga gegen Werder Bremen am Freitag (20.30 Uhr) fortgesetzt. Dies ergab eine Sitzung der 96-Ultras am Donnerstagabend in Hannover.

Eine große Mehrheit der anwesenden Fans plädierte dafür, den in Abstiegsgefahr geratenen Klub mindestens bis zur Jahreshauptversammlung am 19. April nicht weiter zu unterstützen.

Am Mittwoch hatte 96-Manager Horst Heldt noch die Hoffnung auf den Rückhalt der gesamten Anhängerschaft gegen Werder. "Lasst uns das Kriegsbeil begraben", sagte Heldt bei einer Podiumsdiskussion zwischen den Verantwortlichen des Bundesligisten und drei Vertretern der aktiven Fanszene. Zudem hatte Heldt die Debatte als "Riesenschritt nach vorne" bezeichnet.

Der Streit bei Hannover 96 schwelt schon seit Monaten. Die Fans lehnen vor allem die Pläne von 96-Präsident Martin Kind ab, die Mehrheit am Verein zu übernehmen. Sie wollen die 50+1-Regel, nach der kein Investor die Mehrheit an einem Klub besitzen darf, stattdessen in der Vereinssatzung festschreiben lassen. Kind wiederum lehnt das Verhalten der Ultras ab.

(dpa)
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