Bakery Jatta: Hannover 96 legt keinen Protest gegen die Niederlage beim Hamburger SV ein

Fall Bakery Jatta : Hannover legt keinen Protest gegen Niederlage beim HSV ein

Anders als drei Konkurrenten verzichtet Hannover 96 auf einen Protest gegen die Wertung des Zweitliga-Duells mit dem Hamburger SV wegen des Einsatzes von HSV-Spieler Bakéry Jatta.

„Identität und Herkunft spielen auf dem Rasen glücklicherweise keine Rolle. So soll es bleiben, und deshalb wird Hannover 96 keinen Protest gegen die Niederlage in Hamburg einlegen“, heißt es in einem Statement der Niedersachsen vom Montag. „Wir haben am Sonntag beim Hamburger SV verdient mit 0:3 verloren. Und zwar allein deshalb, weil wir an diesem Tag die schlechtere Mannschaft waren. Im Fußball zählt das, was auf dem Platz passiert. Alles andere hat auf Sieg oder Niederlage keinen Einfluss.“

Zuvor war bekanntgeworden, dass das Bezirksamt Hamburg-Mitte die Ermittlungen gegen den Fußballprofi eingestellt hat. „Aus den dem Bezirksamt vorliegenden Unterlagen gehen keine belastbaren Anhaltspunkte hervor, die ausländerrechtliche Maßnahmen begründen würden“, teilte die Behörde am Montag mit. Das Bezirksamt hatte seit zweieinhalb Wochen in einem Anhörungsverfahren die Identität des Gambiers geprüft. Diese soll nach einem Bericht der „Sport Bild“ in Zweifel stehen. Spekuliert wurde, dass Jatta einen anderen Namen haben und älter sein könnte.

Ob nun auch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) seine Verhandlung einstellt, ist noch nicht geklärt. Dafür müssten der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der Karlsruher SC, die gegen den HSV verloren und anschließend Protest gegen die Spielwertung wegen des Jatta-Einsatzes eingelegt hatten, ihre Einsprüche zurückziehen.

(dpa/old)
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