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Handspiel-Regel vereinfacht: Mehr Ermessensspielraum für Schiedsrichter

Regelwerk deutlich vereinfacht : Künftig mehr Ermessensspielraum für Schiedsrichter bei Handspiel

Der DFB gesteht seinen Unparteiischen zur neuen Saison einen größeren Ermessensspielraum bei der Handspiel-Regel zu. Gleichzeitig ist das Regelwerk deutlich vereinfacht worden.

"Diese Frage zu bewerten, legt man nun wieder mehr in das Ermessen des Schiedsrichters", sagte DFB-Lehrwart Lutz Wagner bei einer Konferenz der Schiedsrichter-Verantwortlichen in den Landesverbänden.

Die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) hatten zuletzt einige Anpassungen an der umstrittenen Regel vorgenommen. Die neuen Regeln treten ab dem 1. Juli in Kraft, Verbände haben laut des Weltverbandes Fifa aber die Möglichkeit zur früheren Einführung. Auch bei der paneuropäischen Euro (11. Juni bis 11. Juli) gelten die neuen Vorgaben.

"Die Textlänge im Regelbuch wurde auf weniger als ein Drittel der ursprünglichen Länge gekürzt", sagte Wagner. Es gebe nun zwei Kriterien, in denen ein Handspiel eines Verteidigers strafbar sei: Wenn ein Spieler mit einer absichtlichen Bewegung die Hand oder den Arm zum Ball führt, oder wenn der Spieler durch seine Körperhaltung die Intention verfolgt, den Ball aufzuhalten.

"Der Unparteiische muss beurteilen: Was ist die Absicht des Spielers?", sagte Wagner. Zudem wurde als Grenze für die Strafbarkeit eines Handspiels die Achselhöhe festgelegt. Das unabsichtliche Handspiel eines Angreifers soll nur noch geahndet werden, wenn der Angreifer unmittelbar nach seinem Handspiel ein Tor erzielt.

(ako/sid)