Beim Achtelfinalerfolg über Nürnberg Blutjunger HSV begeistert im DFB-Pokal mit „brutal viel Leidenschaft“

Hamburg · Gerade mal 23,1 Jahre betrug der Altersdurchschnitt der Hamburger Startelf beim 1:0-Erfolg im DFB-Pokal über Nürnberg. Nach dem verdienten Viertelfinaleinzug erntete die junge Mannschaft viel Lob von allen Seiten.

 Ausgelassen feiert der Hamburger SV den 1:0-Sieg über den 1. FC Nürnberg vor der eigenen Fankurve.

Ausgelassen feiert der Hamburger SV den 1:0-Sieg über den 1. FC Nürnberg vor der eigenen Fankurve.

Foto: dpa/Christian Charisius

Trainer Hannes Wolf war "glücklich" über die starke Balance seiner blutjungen Mannschaft, Sportchef Ralf Becker schwärmte von "brutal viel Leidenschaft" und "Oldie" Lewis Holtby träumte schon vom Finale in Berlin: Beim Zweitliga-Tabellenführer Hamburger SV herrschte nach dem Pokal-Coup gegen den 1. FC Nürnberg Zufriedenheit auf allen Ebenen.

"Wenn du etwas Losglück hast, ein Heimspiel hast und das Momentum - dann kannst du ganz schnell nach Berlin fahren", sagte Holtby nach dem 1:0-Erfolg, der den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals bedeutete. Das Endspiel in der Hauptstadt sei "ein sehr schönes Ziel - aber vor uns liegt noch sehr viel harte Arbeit."

DFB-Pokal: Hamburg - Nürnberg: die Bilder des Spiels
10 Bilder

Hamburg - Nürnberg: die Bilder des Spiels

10 Bilder
Foto: dpa/Christian Charisius

Kapitän Holtby hatte im Duell mit dem FCN eine für ihn noch ungewohnte Rolle eingenommen. Mit 28 Jahren war er der älteste Spieler der Rothosen auf dem Platz.

Auch verletzungsbedingt setzte Wolf in seiner Startelf auf fünf Profis, die 20 Jahre alt oder jünger sind. So stand zu Beginn eine Elf auf dem Platz, die gerade einmal 23,1 Jahre im Durchschnitt war. Doch von mangelnder Cleverness im Vergleich mit dem Erstligisten war bei Bakery Jatta und Co. nichts zu spüren - im Gegenteil: Der Aufstiegsanwärter dominierte den enttäuschenden Club. 20:1 lautete am Ende die Torschussstatistik.

Wolf lobte seine Mannschaft. "Sie stand sehr gut in den Räumen und in der Konterabsicherung", sagte der 37-Jährige: "Das hatten wir uns vorgenommen nach dem, was wir in Bielefeld erlebt haben." Eine 0:2-Niederlage nämlich, die im Aufstiegsrennen schmerzte. Auf den Erfolg in der Liga richtet der HSV weiter klar seinen Fokus.

"Es war viel Power, Teamgeist und Leidenschaft dabei", sagte Sportchef Becker, der mit der Entwicklung seines Kaders in der Saison hochzufrieden sein kann. Doch Ausruhen kann sich der HSV nicht. Am Montag muss das Team von Wolf im Zweitliga-Duell gegen Dynamo Dresden wieder punkten. Zwei der drei Liga-Spiele haben die Hamburger zuletzt verloren.

(sid/seka)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort