Hamburger SV: Hannes Wolf muss um seinen Job zittern

Nach Ingolstadt-Blamage : HSV-Trainer Wolf muss um seinen Job zittern

Der HSV hat eine Woche nach dem 0:2 in Berlin ein 0:3-Debakel gegen Ingolstadt erlebt. Nun geht es für die Hanseaten zum vorentscheidenden Spiel nach Paderborn. Trainer Wolf muss um seinen Job zittern.

Trainer Hannes Wolf muss nach einem Debakel des Hamburger SV im Aufstiegskrimi der 2. Fußball-Bundesliga offenbar um seinen Posten bangen. „Wir haben jetzt 0:3 verloren. Bevor ich mich hinstelle, muss ich mir in Ruhe Gedanken machen, müssen wir die Situation besprechen. Am Ende geht es immer nur um das Beste für den Verein“, sagte Becker am Samstag nach der niederschmetternden Heimniederlage gegen den zuvor abstiegsbedrohten FC Ingolstadt.

Der HSV steht mit 53 Punkten als Vierter nach nunmehr sieben Spielen ohne Sieg und den zwei Pleiten beim 1. FC Union Berlin (0:2) und gegen Ingolstadt innerhalb einer Woche mit dem Rücken zur Wand. Schon das Spitzenspiel am kommenden Sonntag beim SC Paderborn (54 Punkte), der den Hanseaten mit dem 0:2 am Freitag in Bielefeld eine Steilvorlage gegeben hatte, könnte K.o.-Charakter haben. „Wir haben eine ganz junge Mannschaft. Fakt ist, sie kann mit dieser Drucksituation, die entstanden ist, nicht umgehen“, meinte Becker.

Dass Wolf in Paderborn noch auf der Bank sitzt, erscheint mehr als fraglich. Der 38-Jährige war erst im Oktober zum HSV gekommen und hatte Christian Titz abgelöst. Nach der Winterpause stürzten die Hanseaten vom ersten Tabellenplatz auf den Nicht-Aufstiegsrang vier ab. Union Berlin (53) kann am Sonntag (13.30 Uhr) mit einem Sieg bei Darmstadt 98 auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken, der 1. FC Köln im ersten Spiel unter Interimscoach André Pawlack am Montag mit einem Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth (20.30 Uhr) die vorzeitige Bundesliga-Rückkehr feiern.

Voller Überzeugung hatte sich HSV-Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann vor dem Anpfiff gegen Ingolstadt präsentiert. Man habe sich bewusst für Trainer Hannes Wolf entschieden, um mit diesem „die notwendigen Schritte zu gehen, um den HSV wieder da hinzuführen, wo er hingehört. Wir sind mit der Arbeit sehr zufrieden“, sagte Hoffmann bei Sky. Für die erneute Pleite hatte die Ingolstädter durch Tore von Dario Lezcano (8.), Thomas Pledl (69.) und Marcel Gaus (72.) gesorgt. Das verunsicherte Auftreten des Teams war deutlich sichtbar. Trainer Wolf hatte die Spieler unter der Woche in einem Kurztrainingslager versammelt, in dem man mit einem Dartsturnier den Teamgeist fördern wollte.

Der 1. FC Heidenheim (49) verpasste es unterdessen, noch einmal in den Aufstiegskampf einzugreifen. Das Team von Trainer Frank Schmidt verlor trotz zweimaliger Führung 2:3 (1:0) gegen den seit nunmehr acht Spielen ungeschlagenen SV Sandhausen (37), der den Klassenerhalt dicht vor Augen hat. Dynamo Dresden gehört nach dem 2:1 (1:0) gegen den FC St. Pauli auch in der kommenden Saison der 2. Liga an. Mehr denn je um die Klasse zittern muss Aufsteiger 1. FC Magdeburg (30), der durch das 2:4 (0:1) beim VfL Bochum auf den vorletzten Rang abrutschte.

(sef/dpa)
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