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Bewerbung um die Austragung der Fußball-EM 2008: Grünes Licht für Österreich und Schweiz

Bewerbung um die Austragung der Fußball-EM 2008 : Grünes Licht für Österreich und Schweiz

Wien (sid). Die gemeinsame Bewerbung Österreichs und der Schweiz um die Fußball-EM 2008 nimmt konkretere Formen an. Nach der Schweizer hat auch die österreichische Bundesregierung grünes Licht für das Projekt gegeben. Am 9. März wollen die nationalen Verbände offizielle Gespräche aufnehmen und einen Fahrplan für das gemeinsame Bewerbungs-Konzept erstellen.

Der Österreichische Fußball-Verband (ÖFB) und der Schweizer Fußball-Verband (SFF) haben nun bis Herbst 2002 Zeit, das Dossier für die offizielle Bewerbung bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) einzureichen. Die Entscheidung über den Ausrichter der EM 2008 fällt die Uefa vorraussichtlich im Frühjahr 2003. Eine gemeinsame Bewerbung erwägen auch Griechenland und die Türkei trotz ihrer politisch angespannten Beziehungen, die skandinavischen Länder sowie die britischen Staaten Schottland, Wales, Irland und Nordirland.

"Die sportliche Infrastruktur in beiden Ländern ist vorhanden und bietet eine realistische Erfolgschance. Die Euro 2000 in Belgien und den Niederlanden hat außerdem gezeigt, dass eine gemeinsame Ausrichtung Erfolg versprechend ist", erklärte Österreichs Vize-Kanzlerin und Sportministerin Susanne Riess-Passer.

Einen Austragungsort für das Finale im Falle einer erfolgreichen Bewerbung wollte die Politikerin noch nicht benennen, wies aber in diesem Zusammenhang auf Ernst-Happel-Stadion in Wien als größte Arena in der Region hin. Die österreichische Bundes-Wirtschaftskammer hat unterdessen bereits eine Studie über den ökonomischen Nutzen einer EM in Österreich und der Schweiz für die beiden Länder in Auftrag gegeben.

Riess-Passer und ÖFB-Präsident Beppo Mauhart, der sich seit Jahren um eine EM in Österreich bemüht und im Vorjahr im Rennen um das Titelturnier 2004 zusammen mit dem Nachbarn Ungarn an Portugal gescheitert war, vereinbarten im Rahmen der Bewerbung zudem eine intensivere Förderung des österreichischen Nachwuchses vereinbart. Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat sich bislang noch nie für eine EM-Endrunde qualifiziert.

Nach dem vergeblichen Anlauf für 2004 war für Österreich die Schweiz als Partner in Betracht gekommen, nachdem Ungarns Regierung kein Interesse an einer erneuten Kandidatur hatte. Im vergangenen Jahr war auch Kroatien als möglicher Co-Ausrichter im Gespräch gewesen.

(RPO Archiv)