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Fritz Keller muss am Freitag vor das DFB-Sportgericht wegen Freisler-Aussage

Nach Rücktrittsankündigung : Keller-Verhandlung beim Sportgericht am Freitag

Die Verhandlung vor dem Sportgericht findet für Fritz Keller nach dessen Rücktrittsankündigung bereits am Freitag statt. Das teilte der DFB am Mittwoch mit. Dann wird es um den Nazi-Vergleich des Noch-Präsidenten gehen.

Die Ethikkammer des DFB-Sportgerichts wird am Freitagnachmittag im Verfahren gegen DFB-Präsident Fritz Keller verhandeln. Geleitet wird die nicht öffentliche Sitzung vom Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, wie der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mitteilte.

In der Sitzung gehe es um Kellers „Freisler-Äußerungen“ gegen den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch. Die DFB-Ethikkommission hatte den Nazi-Vergleich zuvor beraten und ihr Ergebnis dem Sportgericht zur Entscheidung vorgelegt.

Wie viel Sinn die Sportgerichts-Verhandlung am Freitag im Fall Keller ergibt, erscheint allerdings fraglich. "Wir haben mit einer gewissen Überraschung die gestrige Erklärung zur Kenntnis genommen, aber das ändert an unserem Auftrag zunächst einmal gar nichts", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz dem SID: "Wer mit welcher Motivation dorthin kommt, entzieht sich unserer Kenntnis."

Aus Verbandskreisen ist zu hören, dass Keller mit einem milKostenpflichtiger Inhalt den Urteil ein Abgang ermöglicht werden sollte, der sein Gesicht wahren würde - obwohl dieser Zug längst abgefahren erscheint.

Am Dienstagabend hatte Keller seine Bereitschaft zum Rücktritt am kommenden Montag - nach Abschluss der Verhandlung am Freitag - erklärt. Seine Widersacher im zerstrittenen Präsidium, Generalsekretär Friedrich Curtius, Koch und Schatzmeister Stephan Osnabrügge, ziehen ebenfalls Konsequenzen. Curtius verhandelt über eine Vertragsauflösung, Koch und Osnabrügge werden beim nächsten Kostenpflichtiger Inhalt Berti Vogts brachte Uli Hoeneß ins Spiel.

(dör/dpa)