DFB: Martina Voss-Tecklenburg bedauert Rücktritte von Laudehr und Peter

Frauenfußball : Voss-Tecklenburg bedauert Rücktritte von Laudehr und Peter

Die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg findet Rücktritte von Bebett Peter und Simone Laudehr aus der Fußball-Nationalmannschaft verfrüht. Die beiden waren nicht für die WM in Frankreich nominiert worden.

Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bedauert die ihrer Ansicht nach verfrühten Rücktritte von Babett Peter und Simone Laudehr aus der DFB-Elf vor der WM in Frankreich. „Ich hätte mir gewünscht, dass sowohl Babett als auch Simone das erst nach der WM getan hätten. Das hätte uns noch weitere Optionen gegeben, falls sich eine Spielerin noch verletzt“, sagte Voss-Tecklenburg im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Die 31 Jahre alte Peter vom Double-Sieger VfL Wolfsburg hatte sich Ende April aus der Nationalmannschaft zurückgezogen, als sie spürte, dass sie es wohl nicht für den 23er WM-Kader reichen würde. Laudehr hatte dagegen noch bis zum Nominierungstag am 14. Mai gehofft, bei der WM dabei zu sein. Doch die 32 Jahre alte Allrounderin von Bayern München war nicht einmal unter den fünf Akteurinnen auf Abruf und zog wenige Stunden später die Konsequenzen. Sie sei zu dem Entschluss gekommen, „meine Laufbahn in der Nationalmannschaft als beendet zu betrachten“, schrieb Laudehr enttäuscht auf Instagram.

Voss-Tecklenburg betonte, sie habe mit den letzten noch in der DFB-Elf aktiven Weltmeisterinnen von 2007 offene und ehrliche „Vier-Augen-Gespräche“ geführt, damit sie ihre Chancen einordnen können. Von Laudehrs Rücktrittsabsicht hatte sie nichts gewusst. „Das war auch für mich sehr überraschend. Als Typ wäre sie sehr wichtig für das Team“, so „MVT“. Aber man dürfe nicht vergessen, dass Laudehr zwei Jahre verletzt war und erst im Frühjahr wieder Anschluss fand, rechtfertigte sie Laudehrs Nicht-Berücksichtigung.

Die Trainerin kann verstehen, dass die Situation für Peter und Laudehr besonders schwierig war, „wenn sie sehen, dass es vielleicht nicht mehr reicht. Weil sie so lange dabei waren und dem Team so viel gegeben haben.“

(eh/dpa)
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