„Müssen den besten Weg finden“ Schults Abenteuer USA beendet

Hamburg · Almuth Schult verlässt den Angel City FC. Das Abenteuer USA ist damit nach nur wenigen Monaten beendet. Die Zukunft der langjährigen Nationalspielerin ist offen.

Almuth Schult.

Almuth Schult.

Foto: dpa/Maximilian Haupt

Almuth Schult steckt in der finalen Phase der Vorbereitung. Rund um die WM in Katar ist die langjährige Nationaltorhüterin wieder als ARD-Expertin im Einsatz - ihr Zeitplan für die kommenden Wochen ist klar strukturiert. Wie es aber mit ihrer Karriere als Fußballerin weitergeht, erscheint derzeit völlig offen.

Was sich zuletzt schon andeutete, ist nun klar - Schults USA-Abenteuer beim Angel City FC ist nach nur drei Monaten schon wieder beendet. Wie der Klub mitteilte, sei der Vertrag der 31-Jährigen nicht erneuert worden. Schult selbst hatte zuvor angedeutet, dass ihre erste Auslandsstation von nur kurzer Dauer sein könnte.

„Ich bin ja nicht mehr nur alleine Leistungssportlerin, sondern habe eine Familie und wir müssen den besten Weg auch für die Kinder finden“, sagte Zwillings-Mama Schult dem SID: „Die amerikanische Liga ist sehr interessant. Auch, wenn ich jetzt nicht so viel gespielt habe, habe ich die Zeit sehr genossen, neue Blickwinkel und eine andere Fußballkultur kennengelernt.“

Schult war nach der EM in diesem Sommer, bei der sie ohne Einsatz geblieben war, vom Doublegewinner VfL Wolfsburg mitten in der NWSL-Spielzeit in die USA gewechselt. Ihre sportliche Bilanz in der amerikanischen Profiliga bleibt sehr überschaubar, einzig bei einer 0:2-Niederlage Anfang Oktober gegen die Chicago Red Stars kam das langjährige Aushängeschild des deutschen Fußballs zum Einsatz.

Was folgt nun für die frühere Welttorhüterin, die bei der 1:2-Niederlage der Frauen-Nationalmannschaft am Sonntag eine Halbzeit im Tor stand? Bei einer Rückkehr nach Wolfsburg würde sie auch dort erneut nicht erste Wahl sein, den Platz zwischen den Pfosten beansprucht Deutschlands Nummer eins Merle Frohms für sich.

„Die Bundesliga kenne ich in- und auswendig. Wenn ich weiter in der Bundesliga hätte spielen wollen, wäre ich geblieben“, sagte Schult zu ihrer bewussten Entscheidung im Sommer, etwas Neues zu wagen: „Ich war beim besten Verein in Deutschland unter super Bedingungen.“ Sie räumte aber auch ein, dass man „die Leute natürlich auch vermisst“, wenn man neun Jahre im Klub war.

Nun ist für Schult aber erst einmal WM-Zeit. Mit dem Studium von Daten und Fakten hat sie sich ein Bild von den einzelnen Mannschaften gemacht und auf den Verlauf der Qualifikation, die Trainer, die Stars geblickt. „Und dann schaue ich mir Szenen an aus der Offensive und Defensive“, sagte Schult: „Vor allem auch, wie die Torhüter agieren.“

(sid/old)