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DFB-Frauen Nächste Herkulesaufgabe für Hrubesch beim Finalturnier

Swansea · Der Schwung unter Horst Hrubesch ist bei den DFB-Frauen erst mal weg. Nach einem Zitterabend in Swansea spielen sie aber weiter um ein Olympia-Ticket.

Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch (3.v.r.) spricht mit den Spielerinnen.

Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch (3.v.r.) spricht mit den Spielerinnen.

Foto: dpa/Uwe Anspach

Nach dem dürftigen 0:0 in Wales gehen die deutschen Fußballerinnen als Außenseiterinnen in die Entscheidung der Olympia-Qualifikation für Paris 2024. „Ich würde dem zustimmen, dass wir nicht als Favorit gehandelt werden“, sagte Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch am Dienstagabend in Swansea. Der 72-Jährige wird auch beim Finalturnier der Nations League im Februar auf der Bank der DFB-Frauen sitzen, wie er bei der Pressekonferenz bestätigte: „So ist es geplant, dass ich da noch dabei bin.“

Hrubesch und das Team um Kapitänin Alexandra Popp mussten mächtig zittern. Bei einem Sieg wären die Vize-Europameisterinnen sicher Gruppensieger gewesen. Am Ende waren sie aber auf die Schützenhilfe Islands angewiesen, das Dänemark überraschend 1:0 besiegte. Nun kämpft die deutsche Auswahl um die beiden noch freien europäischen Olympia-Tickets.

Mögliche Gegner im Halbfinale des Finalturniers, das am Montag ausgelost wird, sind Weltmeister Spanien, Frankreich und die Niederlande, die Europameister England noch von der Spitze der Gruppe 1 verdrängten. Das DFB-Team hofft nun auf Frankreich als Gegner: Die Olympia-Gastgeber sind für Paris gesetzt. Bei einer Finalteilnahme würde auch der dritte Platz für eine Teilnahme reichen.

Die nervösen Vize-Europameisterinnen konnten gegen den Tabellenletzten in keiner Phase an das starke 3:0 gegen Dänemark vom vergangenen Freitag in Rostock anknüpfen. Im vierten Spiel unter Hrubesch verpassten sie erstmals einen Sieg und zeigten vier Monate nach dem WM-Vorrunden-Aus in Australien große Schwächen.

„Dass wir heute so gespielt haben, war nicht unser Anspruch. Am Ende müssen wir uns auch bei Island bedanken“, sagte Hrubesch nach der Partie und fand deutliche Worte: „Wir haben das gemacht, was wir eigentlich nicht wollten: Wir haben uns das Spiel aus der Hand nehmen lassen und sind in der ersten Halbzeit nur hinterhergelaufen.“ Das HSV-Idol hatte sich in der Öffentlichkeit zunächst nur darauf festgelegt, dass er die vier Gruppenspiele in der Nations League übernimmt. Weiter offen ist, ob er im Falle einer Olympia-Qualifikation auch bei den Sommerspielen auf der Bank sitzen würde.

(dpa/stja)
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