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Frauen-EM 2022: Engländerin Jill Scott beleidigt Sydney Lohmann

Beleidigung im EM-Finale : Engländerin beschimpft deutsche Nationalspielerin und wird dafür gefeiert

In einem emotionalen Finale bei der Frauen-Europameisterschaft gab es auch das eine oder andere Wortgefecht unter den Spielerinnen. Jill Scott hatte dabei ein paar Nettigkeiten für Sydney Lohmann parat - und ging damit viral. Die Szene im Video.

Die Engländerin Jill Scott ist nach dem Finale der Fußball-Europameisterschaft der Frauen zum viralen Hit geworden. Es lag aber nicht etwa an einem spielerischen Highlight oder einem besonderen Siegestanz, sondern an einer Beleidigung ihrer Gegenspielerin Sydney Lohmann. Nach einem Zweikampf mit der Spielerin des FC Bayern München stand Scott wutentbrannt auf und schrie ihr zu: „F*** off, you f***ing prick“ (was umgangssprachlich übersetzt in etwa bedeutet: „Verpiss dich, du verdammter Idiot“).

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Jill Scott deserves an OBE for services to furious swearing. textbook. inspirational. <a href="https://t.co/d6JjGffco1">https://t.co/d6JjGffco1</a></p>&mdash; dan hett (@danhett) <a href="https://twitter.com/danhett/status/1553820616104493058?ref_src=twsrc%5Etfw">July 31, 2022</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Zu hören war das zwar nicht, doch auch dank des verlangsamten Bildes in der Wiederholung war es problemlos von den Lippen der 35-Jährigen abzulesen. Die Kommentatoren des englischen TV-Senders BBC, der das Endspiel übertrug, entschuldigten sich im Anschluss an den Ausschnitt sogar „bei allen Lippenlesern“.

Nach Meinung der englischen Fans wäre das aber gar nicht nötig gewesen: Sie feierten Scott für ihren emotionalen Ausbruch. „Wir sind alle Jill Scott, oder?“, schrieb zum Beispiel ein Nutzer bei Twitter, ein anderer: „Britischer als das wird es nicht.“ Manche erklärten den Ausschnitt zu ihrem (bisherigen) Highlight des Spiels, während ein Nutzer forderte: „Sie muss um jeden Preis beschützt werden. Sie ist das beste aus Britannien.“

Scott war im Endspiel erst in der 88. Minute eingewechselt worden und konnte ihre geballte Erfahrung von mehr als 150 Länderspielen einbringen. Sie war bereits 2009 im EM-Finale gegen Deutschland dabei, in dem England mit 2:6 ein Debakel erlebte. „Die Medien machen natürlich viel über die Geschichte von England gegen Deutschland“, hatte die 35-Jährige vor der Partie gesagt. „Für uns ist das einfach der nächste Topgegner, ein sehr schwieriges Spiel. Wir zollen ihnen den größten Respekt, aber wir müssen uns auf uns konzentrieren.“ Für Scott war das Finale ein „entscheidender Moment“ in der Entwicklung des englischen Fußballs, mit dem sie letztlich ihre Karriere krönen konnte.

(stja (mit SID))