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DFB: Alexandra Popp nach Corona-Infektion wieder dabei​

EM-Vorbereitung : Alexandra Popp nach Corona-Infektion wieder bei der Nationalelf

Aufatmen bei den deutschen Fußballerinnen, die Kapitänin ist wieder an Bord: Alexandra Popp kehrt nach überstandener Corona-Infektion beim letzten EM-Trainingslager zurück in den Kreis der Nationalmannschaft.

Nach mehreren negativen Testungen und den erforderlichen medizinischen Untersuchungen steigt Popp in Herzogenaurach wieder ins Aufbautraining ein, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Am Dienstag versammelten sich die DFB-Frauen für den finalen Feinschliff vor der EURO in England (6. bis 31. Juli) erneut im „HomeGround“ von Partner adidas.

Die 113-malige Nationalspielerin Popp vom Double-Gewinner VfL Wolfsburg war bei der ersten Maßnahme im beschaulichen Franken am vergangenen Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet und vom Team isoliert worden. Martina Voss-Tecklenburg berief die 31-Jährige am Wochenende dennoch als erfahrenste Spielerin in ihr endgültiges EM-Aufgebot.

Nach Verletzungen vor den vergangenen beiden EM-Turnieren steht Popp vor ihrer ersten Europameisterschaft. Hinter ihr liegt ein aufreibendes Jahr: Erst im April hatte sie nach einer Knorpelverletzung im Knie ihr Comeback im DFB-Team gegeben.

Die Bundestrainerin plant mit Popp im Sturm, ging aber nach der COVID-19-Infektion doch auf Nummer sicher: Offensivspielerin Chantal Hagel (TSG Hoffenheim) darf als 24. Spielerin am abschließenden Trainingslager teilnehmen. Corona bleibt eben ein Unsicherheitsfaktor vor der um ein Jahr verschobenen Frauen-EURO.

Das musste auch Deutschlands EM-Gruppengegner Spanien erfahren. Gleich vier Coronafälle vermeldete der Mitfavorit am Montag während seiner EM-Vorbereitung. Am 12. Juli kommt es in London-Brentford zum Duell mit dem DFB-Team, das zudem in der Gruppe B auf den EM-Zweiten Dänemark (8. Juli) und Finnland (16. Juli) trifft.

Der achtmalige Europameister Deutschland arbeitet nun rund um die Generalprobe an seiner Turnierform. Am Freitag (17.00 Uhr/ZDF) steht in Erfurt gegen den EM-Teilnehmer Schweiz der letzte Härtetest vor der Titeljagd an.

Das Spiel soll Hinweise geben, wo der zweimalige Weltmeister und Olympiasieger von 2016 nach zwei enttäuschenden Turnieren steht. Bei der EM 2017 wie bei der WM 2019 scheiterte die deutsche Auswahl jeweils im Viertelfinale.

Das erzeugt Erfolgsdruck, den DFB-Präsident Bernd Neuendorf nicht mit einer konkreten Zielvorgabe zusätzlich erhöhen möchte. „Ich glaube, wir können gut abschneiden, ich bin optimistisch. Ich will aber um Himmels Willen keine Vorgaben hinsichtlich der Erwartung machen“, erklärte der 60-Jährige im Rahmen einer Medienrunde am Montag.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der DFB-Kader für die Frauen-EM 2022

(sid/old)