Frauen-WM, U21-EM und Afrika Cup: So unterschiedlich sind die Regeln

Wer blickt denn da noch durch? : Das große Regel-Wirrwarr im Fußball-Sommer

Im Sommer findet eine Reihe internationaler Fußball-Turniere statt. Ein übergreifendes Regel-Werk gibt es aber nicht. Hier gilt dies, dort das. Warum eigentlich?

Am kommenden Montag, 21 Uhr, startet die deutsche U21-Auswahl gegen die Mannschaft Dänemarks in die Europameisterschaft. Dazu ein kleines Gedankenspiel: Nehmen wir mal an, es gibt eine kniffelige Entscheidung. Dann würde wohl der Videoassistent greifen, der bei dem Turnier zum Einsatz kommt.

Borussia Mönchengladbachs Ibrahima Traoré spielt mit Guinea beim Afrika-Cup. Nehmen wir mal an, es gibt auch dort eine kniffelige Entscheidung. Dann wäre der Schiedsrichter auf sich allein gestellt. Bei dem Turnier greift der Videoassistent erst ab dem Viertelfinale.

Das Beispiel steht exemplarisch für das Regel-Wirrwarr in diesem Fußball-Sommer. Bei den fünf großen Turnieren gelten unterschiedliche Regeln. Mal gibt es den Videobeweis, mal nicht, mal greift er erst im Turnierverlauf. Bei vier Turnieren gilt schon das vom International Football Association Board (IFAB) im Frühjahr aktualisierte Regelwerk, wonach Gegner zum Beispiel nicht mehr in der Freistoßmauer stehen dürfen - mal gilt noch das alte.

Für die deutschen Zuschauer besonders interessant sind die Unterschiede zwischen der Frauen-Weltmeisterschaft und der U21-Europameisterschaft. Das sind die Kernpunkte:

Übersicht der Turniere 2019 und Regeln

  • Frauen-WM: Videobeweis, neue Regeln, Tordifferenz bei Punktgleichheit
  • Gold-Cup: kein Videobeweis, neue Regeln, Tordifferenz bei Punktgleichheit
  • Copa America: Videobeweis, neue Regeln, Tordifferenz bei Punktgleichheit
  • U21-WM: Videobweis, alte Regeln, direkter Vergleich bei Punktgleichheit
  • Afrika-Cup: Videobeweis ab dem Viertelfinale, neue Regeln, Tordifferenz bei Punktgleichheit
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