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Karel Rada von Slavia Prag unterschreibt bei Eintracht: Frankfurt schiebt Personalkarussell an

Karel Rada von Slavia Prag unterschreibt bei Eintracht : Frankfurt schiebt Personalkarussell an

Frankfurt/Main (dpa). Mit zwei Blitz-Transfers hat die abstiegsbedrohte Frankfurter Eintracht kurz vor Weihnachten das innerbetriebliche Personalkarussell kräftig angeschoben. Am Freitag unterschrieb Libero Karel Rada vom tschechischen Vizemeister Slavia Prag nach einer sportärztlichen Untersuchung einen Vertrag bis 2003 mit Option. Bereits am Donnerstagabend waren sich die Hessen mit dem Abstiegskonkurrenten Hansa Rostock über ein Leihgeschäft mit Stürmer Bachirou Salou bis zum Saisonende in die Hansestadt einig geworden.

„Ich erwarte von dem international erfahrenen Rada, dass er mit seiner Kopfballstärke und Übersicht mehr Stabilität für unsere Abwehr bringt und mit Perspektive auf die von uns angestrebten internationalen Aufgaben dem Team ein Vorbild ist“, freute sich Coach Felix Magath über den Transfer des 29-jährigen Nationalspielers aus Tschechien. Erst Anfang Dezember hatte Magath den polnischen Nationalstürmer Kryszalowicz für rund 2,5 Millionen Mark verpflichten lassen. Zuvor war der Kameruner Olympiasieger Sergio Branco für mehr als eine halbe Million Mark gekommen.

„Frankfurt hat mir ein sehr lukratives Angebot gemacht und die Bundesliga genießt höchste Qualitätsansprüche. Deswegen habe ich mich für die Eintracht entschieden“, sagte Rada, der für geschätzte zwei Millionen Mark an den Main kommt. Der 41-malige Nationalspieler, der bei Trabzonspor zwei Jahre in der Türkei gespielt hat, soll die Frankfurter Talfahrt nach fünf Niederlagen schon im ersten Spiel nach der Winterpause gegen den 1. FC Köln stoppen.

Der 47-jährige Magath, der seit Freitag bereits in Hamburg mit seiner Familie Urlaub macht, schloss weitere Transfers nicht aus, nachdem sich mit dem Leihgeschäft des erst 1999 für sieben Millionen Mark aus Dortmund geholten Salou eine Lücke in der Offensivabteilung der Hessen auftut. „Sollte Chen Yang tatsächlich auch noch den Verein verlassen, müssen wir uns allerdings auch im Angriff noch nach einem Spieler umsehen“, kündigte Magath weitere Aktionen „möglicherweise sogar noch zwischen den Jahren“ an. Bayern Münchens Michael Wiesinger steht schon lange auf der Wunschliste.

Magath hatte Yang bis zum Jahresende wegen Formschwäche und ungenügender Trainingsleistung suspendiert. Angeblich soll dem Chinesen ein Angebot des VfB Stuttgart vorliegen. „Ich habe nie gesagt, dass ich mit Yang nicht arbeiten will“, entschärfte der Coach den Zwist mit dem schnellen Stürmer. Da der norwegische Stürmer Jan- Aage Fjörtoft nur noch bis Mitte März für die Eintracht spielen will und Angreifer Sasa Ciric noch die Folgen einer Achillessehenoperation kurieren muss, könnte sich im Sturm ein Engpass ergeben.

(RPO Archiv)