Usami rettet Fortuna Düsseldorf einen Punkt gegen Greuther Fürth

Fortuna - Fürth 1:1: Usami rettet Fortuna einen Punkt

Lange sah es nach einer Niederlage für Fortuna Düsseldorf gegen Greuther Fürth aus. Dann kam der eingewechselte Takashi Usami und knallte den Ball für den Zweitliga-Spitzenreiter zum 1:1 ins Netz.

Neunmal hatte Fortuna Düsseldorf in erster und zweiter Liga bislang die Spielvereinigung Greuther Fürth zu Gastspielen empfangen. Fünf Siege und vier Unentschieden hatte es dabei gegeben – doch am Samstag schien nun die erste Heimniederlage fällig. Bis Trainer Friedhelm Funkel die frischen Offensivspieler Takashi Usami und Havard Nielsen einwechselte: Eine knappe Viertelstunde vor Schluss traf Usami auf Vorlage von Nielsen zum 1:1-Endstand. Sicherlich kein Ruhmesblatt für den Tabellenführer gegen den Abstiegskandidaten, aber dennoch nach der jüngsten 1:3-Niederlage in Berlin ein wichtiger Punkt.

Das Geläuf ließ schon Böses ahnen. Mit Rasen hatte es nicht mehr wirklich viel zu tun, was sich den 22 Akteuren da als Untergrund anbot: Die Farbe Braun hatte mindestens ebenso viel Anteil wie Grün, und viel Standfestigkeit bot der rutschige Boden ohnehin nicht. Gemessen daran boten die Teams den 23.849 Zuschauern durchaus Unterhaltsames – zunächst freilich von der Sorte, die dem Düsseldorfer Anhang gar nicht behagt. In den ersten zehn Minuten fuhren die Fürther gleich zwei gefährliche Konter, und den zweiten nutzten sie zur Führung. Niko Gießelmann hatte den Sturmlauf Khaled Nareys nur mit einem Foul bremsen können, und Maximilian Witteks Freistoß aus spitzem Winkel fälschte Rouwen Hennings unhaltbar ins eigene Netz ab.

Fortuna antwortete wütend und hätte damit beinahe schon schnell Erfolg gehabt. Kapitän Oliver Fink, nach überstandenen Wadenproblemen in die Startelf zurückgekehrt, hatte nur 120 Sekunden nach dem 0:1 die große Ausgleichschance, doch traf er den Ball nicht richtig, so dass dieser am rechten Pfosten vorbeitrudelte. Es folgten weitere Gelegenheiten für Davor Lovren und Hennings, doch die klarste von allen in der ersten Hälfte bot sich Julian Schauerte. Völlig allein tauchte der Rechtsverteidiger vor dem Gästetor auf, schoss dann aber Keeper Sascha Burchert an.

Unerklärlicherweise jedoch verließ Fortuna diesen erfolgversprechenden Pfad nach einer halben Stunde, setzte bis zum Pausenpfiff fast nur noch auf lange Bälle – ein Mittel, das sie noch nie gut beherrschte. So retteten die nun phasenweise mit einer Sechserkette verteidigenden Mittelfranken die Führung in die Pause, obwohl sie selbst kaum noch aktiv in Erscheinung traten.

Nach dem Wechsel änderte sich dann zunächst nicht genug, um die Heimniederlage doch noch abzuwenden. Auch aufgrund des fürchterlichen Rasens, der vor allem die angreifende Mannschaft extrem viel Kraft kostet, aber auch mangels geeigneter Ideen brachte sich Fortuna viel zu selten in aussichtsreiche Situationen. Bis Funkel Nielsen und Usami brachte – und damit wenigstens noch einen Zähler sicherte, der bei aller Enttäuschung im Aufstiegskampf noch wichtig werden kann.

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(jol)
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