Fortuna-Liveticker zum Nachlesen: Urteil: Zwei halbe Geisterspiele

Fortuna-Liveticker zum Nachlesen : Urteil: Zwei halbe Geisterspiele

Der Kontrollausschuss des DFB hatte ein "Geisterspiel" am ersten Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach vorgeschlagen. Das jedoch akzeptierte Fortuna Düsseldorf nicht, und so kam es zur Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht.

Alle Informationen rund um die Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht in Frankfurt am Main können Sie im unserem Live-Ticker nachlesen.

16:54 Uhr: Die Sitzung ist geschlossen.

16:52 Uhr: Das ist aus Sicht des Richters Lorenz ein Kompromiss. Der Kontrollausschuss ist mit seiner Forderung nicht durchgedrungen, Fortuna auch nicht. Fortuna hat binnen einer Woche die Möglichkeit zur Berufung.

16:50 Uhr: Fortuna hat nun ein logistisches Problem: Da sie 31.000 Dauerkarten verkauft hat, müssen 6000 Fans auf den Besuch der Spiele verzichten.

16:47 Uhr: Fortuna wird wegen nicht angemessenem Ordnungsdienst zu 150.000 Euro verurteilt. Außerdem die beiden ersten Heimspiele unter Teilausschluss der Öffentlichkeit. 25.000 Heimzuschauer und maximal 5000 Gästefans sind zugelassen. Die Stehplatzbereiche werden geschlossen. Die Kosten des Verfahrens trägt Fortuna.

16:46 Uhr: Es geht weiter. Der Richter ist wieder da.

16:21 Uhr: Der Richter und seine Beisitzer sind noch nicht da. Nur die Journalisten sind im Gerichtssaal und warten ungeduldig auf das Urteil. Der Richter hatte angekündigt, dass einige Zeit verstreichen könne, bis ein Urteil gefunden sei.

15:34 Uhr: Das Gericht zieht sich nun zur Beratung zurück. Es soll gegen 16.15 Uhr weitergehen. Dann mit dem Richterspruch. Wir sind zuversichtlich, dass das Gladbach-Spiel nicht als Geisterspiel ausgetragen werden wird. Wir glauben, dass der Richter entscheidet, dass ein anderes Heimspiel Fortunas unter Teilausschluss stattfindet.

15:31 Uhr: Nachrainer sieht das ganz anders. Hertha- und Fortuna-Fans hätten massenweise Pyro-Technik dabei gehabt, da hätte der Verein beim Einlass besser kontrollieren müssen. Jäger widerspricht: "Die Kontrollen waren ganz hervorragend."

15:29 Uhr: Kletke: "Wenn andere das Spiel organisiert hätten, auch die, die jetzt die Vorwürfe machen, hätten sie auch nicht besser abgeschnitten."

15:26 Uhr: "Die Wucht des Strafantrages ist zu hoch. Das ist nicht angemessen, das macht mehr als eine Million Euro aus." Das wäre vielleicht gerecht, wenn Fortuna die Geschehnisse billigend in Kauf genommen hätte. "Fortuna hat doch alles versucht, das Spiel ordentlich über die Bühne zu bringen", so Kletke.

15:23 Uhr: Fortuna-Verteidiger Kletke stellt heraus, niemand bei Fortuna sei für Platzsturm und Bengalos. "Wir können nicht alles verhindern, bei aller Bemühung." Das müsse bei der Strafanmessung berücksichtigt werden.

15:21 Uhr: Nachrainer beharrt auf seiner Forderung nach einem Geisterspiel. Oder als Kompromiss zwei Partien mit Teilausschluss. Dazu 100.000 Euro Geldstrafe.

15:19 Uhr: Anton Nachrainer meint: "Das war der massivste Vorfall in der Bundesliga-Geschichte, da reicht eine Geldstrafe nicht aus."

15:18 Uhr: Interessante Gespräche gab es laut Richter Lorenz. "Aber keinen Konsens".

15:11 Uhr: Anscheinend verhandeln die Parteien hinter den Kulissen über eine Lösung. In einem Nebenraum und im Foyer wird eifrig diskutiert zwischen den Fortunen, dem Ankläger und dem Richter. Alles deutet darauf hin, dass hier gleich eine Entscheidung verkündet wird.

15:00 Uhr: Die Verhandlung ist immer noch unterbrochen. Der Richter ist schon eine Viertelstunde überfällig. Offensichtlich gibt es Beratungsbedarf.

14:22 Uhr: Auch nach dem kurzen Film wird nicht darauf eingegangen. Richter Lorenz: "Die Beweisaufnahme ist damit beendet." Die Verhandlung wird um 14:45 Uhr fortgesetzt. Die Parteien ziehen sich zur Beratung zurück.

14:18 Uhr: Im Saal wird nun auf Vorschlag des Richters das Video des Platzsturmes gezeigt, eine Begründung dafür liefert er nicht.

14:15 Uhr: Es wird ein Bericht des Sicherheitsbeauftragten des DFB verlesen, der Ordner beim Relegationsrückspieles dabei beobachtete, dass sie die auf den Platz stürmenden Zuschauer nicht aufhielten.

14:13 Uhr: Kazmierczak ist aus dem Zeugenstand entlassen und darf nach Hause fahren.

14:11 Uhr: Richter Lorenz: "Wird Ihre Aufgabe durch ein Geisterspiel schwieriger?" Kazmierczak: "Ganz klar: Ja." Kazmierczak glaubt, dass es zu Auseinandersetzungen in der Altstadt kommen kann.

14:06 Uhr: Jäger erklärt, dass Fortuna aus der Oberliga komme und manchmal noch etwas unbedarft handele. "Unsere Fans haben aus diesen Prozessen hier aber sicher gelernt. "

14:04 Uhr: Mühlenbeck betont im Sinne der Versammlungsstättenverordnung den Schutz der Zuschauer als höchstes Gut. Wenn Massen von den Tribünen in den Innenraum drängen, müssten trotz drohender Strafen gegebenenfalls die Tore geöffnet werden können.

14:01 Uhr: Lorenz: "Konnte bei den Ordnern nicht der Eindruck entstehen, dass es gar nicht gewollt war, die Fans am Platzsturm zu hindern." Dann sagt der Richter: "Es wird in Zukunft ungeahndete Platzstürme nicht mehr geben. Auch bei Borussia Dortmund nicht, wenn die ihre Meisterschaft feiern."

13:58 Uhr: Kazmierczak: "Den Fortuna-Platzsturm hatten wir von Beginn an einkalkuliert." Richter Lorenz: "Gab es keine Anstrengungen, den Platzsturm zu verhindern?" Kazmierczak: "Doch, aber die Masse kann man nicht aufhalten. Aber es war doch klar, das sind keine Problemfans, da drohte keine Gewalt. Es war uns klar, dass man den Massensturm nicht aufhalten kann. Es wäre auch viel zu gefährlich gewesen, die Masse aufhalten zu wollen."

13:56 Uhr: Kazmierczak: "Die entscheidenden Momente gab es kurz vor Spielende, als Fans in den Innenraum gelangten. Es kamen immer mehr, und das war nicht mehr in den Griff zu kriegen. Wir hatten Hinweise, dass problematische Hertha-Fans auf das Spielfeld wollten, da drohte Gewalt, die suchten die körperliche Auseinandersetzung. Deshalb hatten wir uns darauf konzentriert. Auf den Platzsturm der Fortuna-Fans waren wir vorbereitet, nur hatten wir nicht damit gerechnet, dass das so früh passiert."

13:53 Uhr: Kazmierczak war beim Relegationsrückspiel der Abschnittsführer im Stadion. "Wir waren als Polizei sehr gut auf den Einsatz vorbereitet. Es gab keinerlei Auseinandersetzung zwischen den Fanlagern. Es hat sich alles locker angelassen."

13:52 Uhr: Mühlenbeck verlässt den Zeugenstand. Der Polizeibeamte Kazmierczak wird als Zeuge hereingebeten.

13:49 Uhr: Jäger: "Bei uns gibt es keine Pyrotechnik und keine Gewalt, das geht hier unter. Ein Platzsturm ist bei einem Aufstieg die Norm. Das war doch immer normal und positiv. Es ist doch klar, dass die Leute bei uns nach 15 Jahren Bundesliga-Abstinenz vor Freude durchdrehen."

13:47 Uhr: Kletke: "Gab es beim Platzsturm Erkenntnisse, dass es zu Gewalt kam?" Mühlenbeck: "Wir wissen von keiner Gewaltanwendung. Personen haben sich nur selbst verletzt beim Übersteigen der Zäune."

13:44 Uhr: Beisitzer: "Was haben Sie gegen einen Platzsturm der Fortunen im Vorfeld unternommen? Warum hat das zweimal nicht funktioniert?" Mühlenbeck: "Darauf wird es keine abschließende Antwort geben. Der Ordnungsdienst ist 20 Sekunden lang nicht eingeschritten. Da sind 20 Leute auf den Platz gekommen, die haben für einen Flächenbrand auf den anderen Tribünen gesorgt."

13:41 Uhr: Mühlenbeck: "Das Spiel gegen Gladbach ist ein Hochsicherheitsspiel. Lorenz (ironisch): "Wäre es deshalb nicht sogar im Interesse von Fortuna, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen?

13:38 Uhr: Mühlenbeck: "Die Fanlager von Fortuna und Gladbach planen Demonstrationen im Falle eines Geisterspieles." Lorenz (ironisch): "Wahrscheinlich, um die DFB-Gerichtsbarkeit hochleben zu lassen!"

13:37 Uhr: Richter Lorenz: "Die Dinge sind also offensichtlich im Werden."

13:35: Richter Lorenz: "Gab es Konsequenzen?" Mühlenbeck: "Es gab eine Sitzung des kriminalpräventiven Rates. Wir haben bauliche Änderungen diskutiert, unter anderem zusätzliche Zäune. Wir haben eine weitere Stelle des Fanbeauftragten ausgeschrieben. Wir haben mit Klüh jede Woche Jour-Fix-Sitzungen, da sind Schritte diskutiert worden. Wir wollen gemeinsam mit denen fortschreiten."

13:33 Uhr: Richter Lorenz: "Sind sie sicher, dass die Ordner ausgebildet waren?" Mühlenbeck: "Es gibt Lücken, definitiv."

13:31 Uhr: Richter Lorenz: "Was kostet den Verein der Vertrag?" Jäger: "Allein für das Relegations-Rückspiel 170.000 Euro."

13:30 Uhr: "Wir haben einen Ordnungsdienst- und Bewachungsvertrag mit Klüh."

13:28 Uhr: Mühlenbeck erklärt, welche Maßnahmen ergriffen worden waren, um das Spiel im Rahmen zu halten. Er sagt: "Wir haben über die Videos nach dem Spiel eine Passivität der Ordner festgestellt. So dass es noch vor Abpfiff zum massiven Betreten der Fans auf den Platz gekommen ist."

13:25 Uhr: Mühlenbeck ist Mitglied des Vorstandes und unter anderem auch Sicherheitsbeauftragter von Fortuna. Er soll sich im Zeugenstand dazu äußern, warum die Dinge während des Relegationsrückspieles aus dem Rahmen gefallen sind.

13:24 Uhr: Sven Mühlenbeck wird als Zeuge hereingerufen.

13:21 Uhr: Kletke: "Beim Relegations-Rückspiel wurden 950 Ordner eingesetzt. So viele wie nie zuvor."

13:19 Uhr: Fortuna-Anwalt Horst Kletke meint, die Vorwürfe in den Fällen eins bis vier seien berechtigt, aber nicht im Fall fünf.

13:18 Uhr: Der Richter sagt, das Verfahren könne heute schlank gehalten werden, es werde heute früh nach Hause gegangen werden können.

13:14 Uhr: Es werden der Fortuna Vergehen in fünf verschiedenen Spielen vorgeworfen. Erstens: Im Spiel gegen St. Pauli wurde ein Plastikbecher in Richtung Spielfeld geworfen, er verfehlte den Schiedsrichter nur um einen Meter. Zweitens: Benaglos gegen Fürth. Drittens: Eine Minute nach Spiel gegen Duisburg drangen Fans in den Innenraum ein. Viertens: Bengalos im Spiel bei Hertha. Fünftens: Beim 1:0 gegen Hertha viele bengalische Feuer und Platzsturm. Tatbestand: Unsportliches Verhalten.

13:11 Uhr: Dr. Anton Nachrainer, Chefankläger des DFB, referiert darüber, was der Fortuna vorgeworfen wird.

13:10 Uhr: Kazmierczak und Mühlenbeck müssen den Saal verlassen, da sie als Zeugen geladen sind.

13:09 Uhr: Der Richter sagt: "Ein Spiel acht Verfahren, das hier wird das letzte sein."

13:08 Uhr: Es geht los, der Richter ist im Saal.

13:05 Uhr: Vorsitzender des Sportgerichts ist Hans E. Lorenz aus Wöllstein, der schon im Mai die Verhandlungen leitete, als es um den Einspruch der Hertha gegen die Wertung des Relegations-Rückspieles ging. Er lässt auf sich warten.

12:56: Die Fortunen und ihr Zeuge haben den Saal betreten, jetzt fehlt nur noch der Richter.

12:55 Uhr: Als Zeugen werden für Fortuna Sven Mühlenbeck und Polizei-Einsatzleiter Ralf Kazmierczak aussagen.

12:48 Uhr: Fortuna ist mit einer vierköpfigen Delegation vertreten. Finanzvorstand Paul Jäger, Vorstand Sven Mühlenbeck, Pressesprecher Kai Niemann und Anwalt Horst Kletke vertreten die Düsseldorfer. Sie möchten ein abgemildertes Urteil des Bundesgerichtes erreichen. Das Quartett sitzt im Foyer zusammen und bereitet sich vor.

12:45 Uhr: Noch eine Viertelstunde bis zum Verhandlungsbeginn. Anders als bei den Verhandlungen um die Wertung des Relegationsspieles gegen Hertha BSC geht es hier heute beschaulich zu. Im Mai war hier eine Hundertschaft Journalisten hier in der DFB-Zentrale an der Otto-Fleck-Schneide in Frankfurt zugange, heute sind es nur eine handvoll.

11.58 Uhr: Nicht nur in Düsseldorf, auch in Mönchengladbach wird das Ergebnis mit Spannung erwartet, schließlich wollen zahlreiche Broussen zum Saisonauftakt das Derby live erleben.

11.45 Uhr: Die Spannung vor dem Urteil zu einer möglichen Wiederholung des Relegationsrückspiels gegen Hertha BSC Berlin war freilich größer. Dennoch finden sich bereits jetzt die ersten Journalisten in Frankfurt ein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: DFB-Sportgericht verhandelt über Fortunas Einspruch

(chk/areh)
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