Fortuna Düsseldorf: "Ultras Düsseldorf" positionieren sich gegen Rechts

Fortuna Düsseldorf : "Ultras Düsseldorf" positionieren sich gegen Rechts

In den vergangenen Wochen und Monaten kamen immer wieder Probleme innerhalb der Fanszene von Fortuna Düsseldorf auf. Nun positionieren sich die "Ultras Düsseldorf" öffentlich gegen die rechte Szene.

Die "Ultras Düsseldorf", eine Fan-Gruppierung des Zweitligisten, veröffentlichten eine Stellungnahme, in der sie die Probleme in aller Deutlichkeit ansprechen. "Ultras gegen Rechts!" ist dort zu lesen, und dass "jegliche Form von Diskriminierung — sei sie rassistisch, nationalistisch, sexistisch, aus Gründen der sexuellen Orientierung oder eben religiös motiviert" abzulehnen sei. "Dies bezieht sich ausdrücklich auch auf den Terror der selbsternannten Dschihadis des IS oder ähnlicher Organisationen."

Dabei zeigen sich die Ultras selbstkritisch: "Vielleicht war es ein Fehler sich im Vorfeld nicht eindeutig dagegen zu positionieren". Möglicherweise habe man das "Ausmaß der Entwicklung unterschätzt, vielleicht hat man auch durch die Vielzahl eigener Probleme dies allzu gerne ignoriert! Aber Fehler muss man sich auch eingestehen können!", steht auf der Homepage der Gruppierung.

Der Auslöser dieser Stellungnahme war offenbar die Eskalation der Kölner Demo "Hooligans gegen Salafisten" am Sonntag. Es sei nicht "die Aufgabe der Ultras abschließende und unfehlbare Analysen zu gesellschaftlichen Vorgängen zu treffen" erklären sie. Jedoch wurden die Ultras von dem Auftritt einiger Personen aus der Fortuna-Fanszene vor Ort überrascht: "Es schockiert, dass aus dem Umfeld der eigenen Kurve so viele Teilnehmer an der rechtsextremen Machtdemonstration zu sehen waren."

(cfk)
Mehr von RP ONLINE