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Fortuna Düsseldorf: Sergio Pinto ist endlich der Anführer

Fortuna Düsseldorf : Sergio Pinto ist endlich der Anführer

Sergio Pinto genoss den Triumph. Strahlend ging Fortunas Mittelfeldspieler nach Spielschluss in die Kurve zu den mitgereisten Fans. Arm in Arm mit seinen Teamkollegen Charlison Benschop und Jonathan Tah tanzte er auf der Tartanbahn vor dem Gästeblock und feierte das 2:0 seiner Mannschaft beim 1. FC Nürnberg.

Pinto, der in den vergangenen Wochen wohltuend selbstkritisch mit seinen meist nur mäßigen Leistungen umgegangen war ("Mir fehlt nach meiner Zeit in Spanien noch die Spielpraxis") schwang sich im Frankenstadion zum besten Spieler auf dem Platz auf und war an den spielentscheidenden Szenen beteiligt: Nach einer halben Stunde klärte er nach einer Nürnberger Ecke am langen Pfosten stehend auf der eigenen Torlinie und bewahrte sein Team somit vor dem Ausgleich. Auf der anderen Seite scheiterte er mit einem Schuss aus 18 Metern an FCN-Torwart Schäfer, der Schuss gerade so eben noch um den Pfosten lenkte (28.).

Und nach knapp einer Stunde sorgte er mit seinem Treffer zum 2:0 für die endgültige Entscheidung. Da erkämpfte sich der Mittelfeldspieler den Ball, stand nach einem Doppelpass mit Benschop plötzlich frei vor dem Nürnberger Tor und überwand den Keeper mit einem Flachschuss aus zwölf Metern. Enthusiastisch hüpfte er mit geballten Fäusten neben dem FCN-Tor auf und ab und schrie seine Freude über den Treffer hinaus. Noch mehr aber war es seine Erleichterung über seine exzellente Vorstellung, mit der der Deutsch-Portugiese endlich den ganzen Ballast an Erwartungen abwerfen konnte.

Im Sommer war der 33-Jährige in Düsseldorf als der Königstransfer vorgestellt worden, als der Mann, der die Mannschaft und vor allem die jungen Spieler anführen soll. In Nürnberg hat er nun gezeigt, dass er diese Rolle auszufüllen vermag und seinen Rhythmus gefunden hat. Pinto war über 90 Minuten sehr konzentriert, läuferisch sehr stark und mit guten Ideen nach vorne. Trainer Oliver Reck lobte den zweikampfstarken Sechser nach Spielschluss. "So stelle ich mir einen Mittelfeldspieler vor. Er verteidigt konsequent und agiert auch nach vorne", sagte der Trainer.

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Pinto selbst meinte nach der Partie, dass er die Kritik an seiner Person genossen und mit Humor genommen habe. Zu dem 2:0-Sieg meinte er: "Wir haben das komplette Spiel taktisch dominiert, waren fußballerisch die bessere Mannschaft und haben verdient drei Punkte geholt. Wir haben in unserer Mannschaft viel Spaß am Fußballspielen. Es macht Freude, in dieser Truppe zu sein."

Mit mächtig viel Selbstvertrauen geht Pinto mit Fortuna nun in das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag, 13.30 Uhr/Live-Ticker), in dem endlich der erste Heimsieg der laufenden Saison gefeiert werden soll.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Pinto sorgt für die Entscheidung