Fortuna-Renntag in Düsseldorf: Schlange stehen für ein Autogramm

Fortuna-Renntag in Düsseldorf: Schlange stehen für ein Autogramm

Beim sechsten Fortuna-Renntag auf der Galopp-Rennbahn waren rund 12.000 Menschen zu Besuch. Darunter viele Fußball-Fans und der eine oder andere Zocker, der auf die Pferde setzte.

So jung und schon ein Zocker? Zugegeben: Ein bisschen Hilfe brauchte der drei Jahre alte Luca bei seiner ersten Wette auf der Galopp-Rennbahn - und so richtig zufrieden war er nicht mit seiner Wahl. Auf Pferd Ecco setzte Luca, das nicht als Erstes ins Ziel kommen wollte. "Das hätte besser den Namen "Lahme Ente" verdient'", tröstete der Papa. Viel Zeit für Enttäuschung hatte Luca dann auch nicht mehr. Einen kurzen Blick wollte er doch auf ein paar Stars werfen - keine Vierbeinigen, sondern auf die Fußballer, die zum sechsten Fortuna-Renntag auf der idyllisch gelegenen Galopp-Rennbahn in Grafenberg gekommen sind. "Die gute Laune ist gut für den Rennverein und für Fortuna", sagte Rennverein-Präsident Peter Endres, als er die Gäste begrüßte.

Viele Fans hatten sich in den Farben Rot und Weiß geschmückt, beileibe waren es nicht nur junge Anhänger, die mit Rot-Weiß ihre Sympathie für den Noch-Zweitligisten bekundeten. Rund 12.000 Menschen waren zu Besuch auf der Rennbahn - viele von ihnen kamen wegen des fantastischen Wetters sogar zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

"Allez Fortuna Düsseldorf" stand auf dem Fortuna-Trikot, dass ein Endfünfziger übergestreift hatte, der nach Grafenberg geradelt war. So war es auch kein Wunder, dass die fast nicht enden wollende Schlange vor dem Zelt, in dem Adam Bodzek, Michael Rensing, Oliver Fink, Marcel Sobottka und Aleks Spengler unermüdlich ihre Unterschriften unter Karten mit ihrem Konterfei setzten, äußerst farbenfroh war. Durchaus erwähnens- und lobenswert, wie geduldig die Fans darauf warteten, endlich die Autogramme ihrer Lieblinge zu bekommen.

  • Fußballprofis an der Rennstrecke : Großer Andrang beim Fortuna-Renntag

Einen besonderen Liebling unter den Fortuna-Akteuren hatte Luise. "Der Michael Rensing sieht besonders nett aus", gestand die Elfjährige leicht verlegen, die ein Paar rote Bäckchen bekam und das Autogramm vor ihren drei jüngeren Geschwistern versteckte. Anton, Theo und die erst zweijährige Pauline sind genau wir ihre Eltern Fortuna-Fans, wobei das Nesthäkchen noch etwas unsicher auf den Andrang um sie herum schaute. "Wir haben Dauerkarten in Block 30 und alle bis auf die Kleine gehen immer mit", erzählte der Vater ein bisschen stolz. Bevor es zum "Preis der Fortuna" kam, stellten sich Bodzek und Sobottka den sechs punktbesten Kindern zum Wettkampf an der Torwand. Kein Wunder, dass da auch die Brüder Anton und Theo die Qualifikation geschafft hatten, denn beide spielen bei Hilden 05/06 in den Jugendmannschaften. Um die Profis zu schlagen, reichte es dieses Mal noch nicht, konnte aber ihre Freude über jeweils zwei Eintrittskarten für ein Fortuna-Spiel nicht schmälern.

Freude, wenn auch im bescheidenen Ausmaß, zeigte auch Fortuna-Ikone Paul Jäger. Der hatte mit seiner Wette gleich im ersten Rennen 21 Euro gewonnen. "Kein Wunder, das Pferd gehört ja auch Fortunas Ex-Aufsichtsrat Albrecht Woeste", wies er eine besondere Kenntnis im Pferde-Rennsport zurück. Auch Torhüter Rensing war ehrlich und gestand, mit Pferden nichts am Hut zu haben. "Und das, obwohl ich aus der Gegend von Lingen im Emsland komme, wo Ludger Beerbaum zuhause ist."

Den ganz richtigen Durchblick in Sachen Pferde hatte ein kleiner Fortuna-Fan altersbedingt auch noch nicht. Als sein Vater auf eines der ausgestellten Autos zeigte (himmelblau-gelb lackiert und 421 PS stark) und sagte "Guck mal, ein Mustang", schaute sich der Sohnemann um und erwiderte: "Da steht doch gar kein Pferd."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortuna-Profis schreiben Autogramme beim Renntag

(RP)