Fortuna: Ratajczak fliegt voran

Fortuna : Ratajczak fliegt voran

Im Kampf um den Posten als Torhüter Nummer eins beim Fußball-Zweitligisten Fortuna hat Michael Ratajczak zur Zeit die Nase vorn. Konkurrent Robert Almer und Nachwuchskeeper Markus Krauss mischen aber noch mit.

Das Trainingslager in Maria Alm hat deutlich gezeigt, dass der Konkurrenzkampf im Kader des Fußball-Zweitligisten Fortuna größer geworden ist. Im besonderen Maße gilt dies für das Tor: Dort werden, nach der wahrscheinlichen Verpflichtung des Stuttgarters Markus Krauss, nun gleich drei Profis um den Posten in der Startelf konkurrieren. Die Favoritenrolle teilen sich allerdings die beiden anderen Keeper: Platzhirsch Michael Ratajczak und Herausforderer Robert Almer.

Letzterer feierte am Dienstag beim überzeugenden 1:1 gegen den 23-maligen rumänischen Meister Steaua Bukarest sein Debüt im Düsseldorfer Trikot. "Alles in allem hat es gepasst", resümierte die Nummer drei der österreichischen Nationalmannschaft. "Schade war nur, dass der Elfer der Bukarester drin war. Um ein Haar hätte ich ihn erwischt."

In den verbleibenden zwei Wochen bis zum Zweitligastart gegen den VfL Bochum (18. Juli, 20.15 Uhr, Esprit-Arena) muss der 27-Jährige freilich einen kleinen Rückstand aufholen, der in Maria Alm offensichtlich wurde. Almers Konkurrent Michael Ratajczak trainierte herausragend, wirkte nach dem Weggang seines ungeliebten Rivalen Michael Melka wie von einer Tonnenlast befreit. Sprechen möchte "Rata" über die Vergangenheit nicht mehr: "Ich schaue nur noch nach vorn. Mit Robert Almer und Markus Krauss habe ich jetzt fast zwei Wochen zusammengearbeitet, und es ist eine sehr akribische Arbeit gewesen. "

Mit dem neuen Torwarttrainer Manfred Gloger kommt Ratajczak gut zurecht. Dessen Vorgänger Michael Stahl hat der 29-Jährige deshalb aber nicht vergessen: "Ich möchte Michael noch einmal ganz herzlich danken für seine jahrelange großartige Arbeit. Er hatte mich ja schon in der Jugend von Borussia Dortmund betreut, und ich habe sehr viel von ihm gelernt." Bei Gloger ist der Ton etwas rauer geworden, dabei aber durchaus herzlich. Und es wird eifrig gewettet bei den Übungen. "Am Montag zum Beispiel musste ich zahlen", berichtet Ratajczak lachend, "allerdings kam meine Niederlage nur durch höchst unfaire Mittel zustande."

Im Kampf um das Fortuna-Tor soll es künftig indes fair zugehen. "Rata" weiß, dass er nach seiner Rückkehr in den Kasten nicht gleich seine Bestform erwischt hatte, "aber ich habe stets das Vertrauen von Trainer Norbert Meier gespürt. Es war eine schwierige Saison für uns alle, aber am Ende habe ich mich steigern können". In den Trainingseinheiten in Österreich wirkte der Blondschopf wieder so souverän wie in seiner starken Saison 2009/10, und das will er auch in der Liga zeigen.

"Es ist auf jeden Fall positiv, dass wir mit einer eingespielten Abwehr in die Saison gehen", sagt Ratajczak. "Jetzt müssen wir sehen, dass wir einen besseren Start erwischen. Und danach will ich grundsätzlich jedes Spiel gewinnen.

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